[New In] Neue ebelin Bürsten

IMG_5798

Nach dem Preview war ich total neugierig und gespannt auf die neuen ebelin Bürsten. Bei meinem letzten DM Besuch durften die gezeigten Exemplare dann auch tatsächlich mit und werden seither getestet. In diesem Beitrag geht es um die ersten Eindrücke, die ich von den drei Bürsten gewonnen habe. Ein Fazit wird es zu einem späteren Zeitpunkt dann ebenfalls noch geben.

 

Professional Entwirrkünstler

Dieses Tangle Teezer Dupe verwende ich zum Auskämmen der Zopfquaste, welche bei mir durchaus bis zu 25cm lang sein kann, je nachdem, ob es mir gelingt, drei gleiche Strähnen abzutrennen oder nicht. Kennt ihr dieses Problem? Ich schaffe es nur selten, den Zopf bis zum Ende zu flechten, weil die Strähnen meistens verschieden lang sind. Da es sich beim Zopf ohnehin „nur“ um meine Nachtfrisur handelt, ist mir das egal und das Zopfgummi kommt da hin, wo die kürzeste Strähne fertig ist – entsprechend variiert die Länge der Zopfquaste.

Die Zopfquaste kämme ich dann mit dem ebelin Professional Entwirrkünstler aus und zwar beginne ich ganz unten und arbeite mich entsprechend hoch. Dazu lege ich mir die Zopfquaste auf den Oberschenkel und fahre mit dem Entwirrkünstler durch die Haare. Das Geräusch jagt mir meistens eine Gänsehaut über den Rücken, doch die Haare werden sanft entwirrt und sind anschliessend seidig weich.

Der erste Eindruck ist also sehr positiv. Für die kompletten Längen habe ich den Entwirrkünstler bisher nicht verwendet und ich bin noch unschlüssig, ob ich das tun möchte, da ich den Eindruck habe, dass ich aufgrund der Fläche (im Vergleich mit einem Kamm) keine so gute Kontrolle über mein „Werkzeug“ habe. Mal schauen, ob ich den Versuch einmal wagen werde oder nicht.

 

Shampoo- und Massagebürste

Diese Bürste verwende ich nicht zur Einarbeitung des Shampoos, da ich bei meiner Haarlänge nur übelst Knoten produzieren würde. Stattdessen kommt sie in den Längen zum Einsatz und zwar nachdem ich grosszügig Conditioner aufgetragen habe. Ich beginne wieder ganz unten und arbeite mich Stück für Stück hoch. Zum einen wird so der Conditioner richtig in die Längen eingearbeitet, zum anderen kann ich die ausgefallenen Haare möglichst schonend herauslösen und aus den Längen herausholen. Denn ebendiese losen Haare bescheren mir beim Trocknen jeweils einiges an Knoten, da sie sich anstatt rauszufallen in den Längen verheddern. Das scheint wohl der Preis für knielange Haare zu sein. Noch bei klassischer Länge hatte ich dieses Problem kaum bis gar nicht.

Dank des Griffs liegt die Bürste jederzeit sicher in der Hand und sie flog noch nie durch die Dusche. Die weit auseinanderstehenden Stifte empfinde ich als Vorteil zum Entwirren, da sie nicht noch mehr Knoten produzieren. Generell bevorzuge ich weite Abstände zwischen Stiften/Borsten/Zinken, was auf meine leicht wellige Haarstruktur zurückzuführen ist.

Die Bürste hat einen relativ grossen Hohlraum zwischen dem „Bürstenkissen“ und dem Griff, welcher sich natürlich mit dem Condi-Wasser-Gemisch füllte. Nach der Verwendung habe ich die Bürste dann senkrecht hingestellt und in der Zwischenzeit den restlichen Condi ausgespült. So lief schon einiges an Wasser raus, doch es verblieb auch eine grosse Restfeuchtigkeit. Ob und wie diese verdunstet oder rausläuft kann ich noch nicht abschliessend beurteilen – ich werde die Situation beobachten und später berichten.

 

Professional Mini-Haarschutzbürste

Diese Bürste wollte ich in erster Linie für meine Längen verwenden. Bevor ich die Langhaarforen entdeckt habe, kämmte ich meine Haare immer mit einer x-beliebigen Plastikbürste. Von der Professional Mini-Haarschutzbürste erwartete ich ein schonendes und effizientes Kämmen. Leider habe ich den Einduck, dass ich aufgrund der grossen Bürstenfläche keine ausreichende Kontrolle habe und allfällige Knoten nicht so gut wahrnehme. Das ist bei meinem Hercules Sägemann Kamm ganz anders. Dort spüre ich jeden noch so kleinen Widerstand und kann entsprechend reagieren.

Ich werde die Professional Mini-Haarschutzbürste sicher noch weiter testen, habe aber vom ersten Eindruck her das Gefühl, dass ich mit Kämmen mittlerweile besser zurechtkomme als mit Bürsten.

 

Welche der neuen ebelin Bürsten durften bei euch einziehen? Wie kommt ihr mit ihnen zurecht? Welche ist euer Favorit?

Advertisements

8 Kommentare on “[New In] Neue ebelin Bürsten”

  1. cwahner sagt:

    Bei langen Haaren muss ich aus eigener Erfahrung sagen, dass eine weiche (!) Wildschweinbürste viel besser ist als ein Tangle Teaser. Dafür muss man etwas tiefer in den Geldbeutel greifen (ab 15 Euro bis hin zur Oberklasse: http://mdc-cosmetic.de/index.php?manufacturers_id=17), aber es lohnt sich! Eine Rosshaarbürste geht auch, aber auf jeden Fall muss die Bürste sich bereits auf der Handfläche schön weich und geschmeidig anfühlen und eher wie ein Aal als wie ein Stachelschwein. Zu welchem Zweck eine Bürste konzipiert wurde („Haarbürste“, „Schuhbürste“, „Kleiderbürste“, „Waschbürste“, „Zahnbürste“, „Klobürste“ etc.) darf einem bei der Kaufentscheidung erstmal völlig egal sein. Hauptsache, das Ding erfüllt den angedachtten Zweck gut und fühlt sich insgesamt gut an.
    Es ist also anders als beim Militär, wo alle möglichen Dinge groß, grün und teuer zu sein haben. 😉

    Klischees führen selten zum Ziel. Und probieren geht über studieren. Und erst nach dem Kauf steht die Entscheidung an, wozu man die Bürste speziell verwenden möchte. Wer von „Zweckentfremdung“ spricht, weiß meist nicht um die eigentliche Bedeutung des Wortes „Entfremdung“, das eine doppelte Negation darstellt, indem die Vorsillbe „ent“ fortnehmen bedeutet und „fremd“ das Gegenteil zu vertraut ist. In allen möglichen Bereichen (Design, Handwerk, Haushalt, Medizin, Forschung. Gartenbau) praktiziert man am besten regelmäßig „Zweckentfremdungen“ bzw. positiv ausgedrückt: „Vertrauungen“.
    Ähnlich sieht es mit dem Begriff Hygiene aus, der ursprünglich Vitalität und nicht Sterilität meinte. Erst durch den „Prozess der Zivilisation“ kam es zu diesem Bedeutungswandel.

    Ab 20 cm Haarlänge empfehle ich auf jeden Fall eine schön weiche Wildschwein- oder Rosshaarbürste.
    Häufig bekommt man eingeredet, dass nur harte Bürsten wirklich effizient sein können.
    Das ist aber nur in bestimmten Situationen der Fall, aber auf keinen Fall generell.
    Analog zu Sokrates (Nichtwissen ist besser als Falschwissen) kann ich nur sagen, dass es auf jeden Fall sinnvoller ist, überhaupt keine Bürste zu verwenden (sondern nur eigene oder fremde Finger, wie es z.B. Nora Seguira macht: http://www.youtube.com/watch?v=fEmiDyfoe98) als dann man Schädel und Mähne mit irgendeiner billigen, harten, struppigen 08/15 Bürste foltert.

    Man hört sogar den qualitativen Unterschied bei der Anwendung verschiedener Bürsten.
    Mit einer schön weichen Bürste lassen sich auch gründlich verfilzte Stellen gut behandeln. Den sogenannten „Tangle Teaser“ (ich würde eher sagen „Tangle Detector“) kann ich allenfalls als anschließende Maßnahme und zum gelegentlichen Nachbürsten empfehlen.

    • anitaswelt sagt:

      Vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Der Wildschweinbürste stehe ich ehrlich gesagt etwas zwiespältig gegenüber. Ich habe schon verschiedene ausprobiert und ich komme damit einfach niciht in die tieferen Schichten, sprich das Kämmen ist nur oberflächlich und die Borsten stehen viel zu eng zusammen.
      Ich habe zwar eine, welche ich auch ab und an benutze, doch das nur, wenn ich die Wäsche noch einen weiteren Tag hinauszögern möchte. Dann striegle ich die Haare bis es wirklich glänzt und am nächsten Morgen ist alles wieder in Ordnung 🙂 dafür ist sie sehr praktisch, zum täglichen Gebrauch ist sie leider nichts für mich.

      Genau, den Tangle Teezer benutze ich für die Zopfquaste oder aber zum Nachbürsten im Sinne eines „Feintunings“. Als allererstes Werkzeug kämen bei mir weder Tangle Teezer noch Entwirrkünstler in Frage.

      Entwirren mit den Fingern ist bei mir vor allem nach dem Waschen und Lufttrocknen angesagt. So kann ich Knoten und kleinere Verfilzungen am besten und schonendsten auflösen. Es braucht zwar etwas Zeit, doch das sind mir meine Haare mehr als wert.

      • wasmachtHeli sagt:

        Ich komme mit der Wildschweinbürste auch nicht durch. Ich kann mir gut vorstellen, wie das bei Deiner Haarlänge ist, da kommt man ja gar nicht richtig tief rein.
        Mal davon abgesehen, dass ich sie im trockenen Haar verwendet habe und dann aussah, wie in die Steckdose gefasst. 🙂

        Kann man die Shampoo/Condi Bürste eigentlich öffnen? Also gibt es da irgendwo einen Spalt, damit man Reste trocken kann?

      • anitaswelt sagt:

        Richtig, ich komme da nur ans Deckhaar und gar nicht richtig in die Tiefe.
        Mit statischer Aufladung hatte ich bisher glücklicherweise keine Probleme. Ich nutze sie aber wirklich nur, anstelle von Trockenshampoo 😉

        Danke für den Input! Ja, man kann sie öffnen, habe ich heute nach der Arbeit gleich ausprobiert und nun liegt sie offen da. Einen Teil kann man nicht entfernen und da ist noch Wasser dazwischen, aber ich denke, so kann es auf alle Fälle besser trocknen. Ich brauche sie ja ohnehin nur 1x die Woche.

  2. Wenn ich nicht schon den „Echten“ hätte, hätte ich mir das „Tangle-Teezer“-Dupe bestimmt auch schon längst angelacht.
    Als Vegetarierin mit Hang zum Veganismus kommen Wildschweinborsten und Co. leider nicht für mich in Frage, auch wenn ich schon ähnlich positive Berichte gehört habe, wie jenen meiner Vorrednerin.

    Liebe Grüße 🙂

  3. Sunnivah sagt:

    Ich finde deinen Beitrag sehr hilfreich, einzig die Unter-Wasser-Bürste könnte ich mir so recht für mich vorstellen. Sonst nehme ich nur noch Kamm, mit extrabreiten Zinken. Alles andere erscheint mir so.. ich weiß nicht, hart? Die Kanten und Spitzen sind beim Kamm ja sehr viel abgerundeter als bei allem anderen, eher so, wie wenn ich mit Fingern entwirre. Deswegen habe ich Bürsten irgendwie abgeschworen (dabei liegt hier noch ne teure Wildschweinbürste rum!)

    LG

    • anitaswelt sagt:

      Vielen Dank! Das geht mir grundsätzlich ähnlich. Klar, es ist ziemlich dekadent, eine extra Bürste für das Auskämmen der Zopfquaste zu haben, doch für die untersten ca. 30cm ist das einfach das beste.
      Für die kompletten Längen ist und bleibt mein Magic Star unangefochten 🙂 Da kann bisher nichts anderes mithalten.
      Die Wildschweinbürste benutze ich nur, wenn ich die Wäsche noch einen Tag hinauszögern will oder wenn ich irgendwo eine fettende Strähne haben. Schwupps, verteilen, über Nacht in den Zopf und am nächsten Morgen schauts schon wieder annehmbar aus.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s