[Was wurde aus…] ebelin Shampoo- und Massagebürste

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Vor einem halben Jahr schrieb ich eine begeisterte Review zur neuen Shampoo- und Massagebürste von ebelin. Doch wie hat sie sich im Alltag bewährt? Fand sie wirklich ihren festen Platz in meiner Haarroutine? Diesen Fragen widme ich den heutigen [Was wurde aus…] Post.

Es gibt Produkte, von denen schwärmt man im ersten Moment und dann verschwinden sie in der Versenkung. Dann gibt es Produkte, die man ganz ok findet und deren Wert man erst im Laufe der Zeit zu schätzen weiss. Von totalen Fails abgesehen, gibt es nur noch eine weitere Kategorie: diejenigen Produkte, die es direkt in die Favoriten schaffen, die von der ersten Anwendung an nicht mehr aus der Routine wegzudenken sind.

Genau das hat die ebelin Shampoo- und Massagebüste geschafft. Lange Zeit war ich davon überzeugt, dass man nasses Haar keinesfalls kämmen sollte. Dem würde ich auch heute noch zustimmen, mit einer Ausnahme: grosszügig mit Conditioner versehene Haare. Diese entwirre ich äusserst vorsichtig mit der ebelin Shampoo- und Massagebürste.

Und mit vorsichtig meine ich vorsichtig und vor allem langsam. Ich arbeite mich in kleinen Schrittchen von unten nach oben vor und entwirre die Längen ganz behutsam. Kein Durchreissen, keine Eile – gut Ding will Weile haben und gerade nasse Haare sind sehr vorsichtig zu behandeln, damit sie von der Prozedur keine Schäden davon tragen.

Der Vorteil des Entwirrens im condigetränkten Zustand ist jedoch immens: nach dem Lufttrocknen habe ich kaum mehr Knoten. Hatte ich vorher immer öfter einen nur sehr mühsam zu entwirrenden Dread auf dem Kopf, kann ich die trockenen Längen nun sehr leicht und vor allem schnell durchkämmen. Sass ich früher eine halbe Stunde und länger dran, sind die Haare jetzt innert Minuten entwirrt und durchgekämmt. Ein ganz grosser Vorteil und riesiger Pluspunkt für die ebelin Shampoo- und Massagebürste!

Wie sehr ich das Produkt mittlerweile schätze und brauche, habe ich festgestellt, als sie mir in der Dusche mal unglücklich aus der Hand fiel und kaputt ging. Ich bin quasi notfallmässig zum DM gefahren und habe mir eine neue Bürste sowie ein Backup gekauft – sicher ist sicher.

Auch ein halbes Jahr später bin ich voll des Lobes für dieses kleine und eher unscheinbare, für mich jedoch unschätzbar wertvolle, Helferlein. Ich möchte es definitiv nie mehr missen und es ist fester, nicht mehr wegzudenkender Bestandteil meiner Haarroutine.

Fazit: Hier habe ich für kleines Geld ein fantastisches Produkt gefunden, das ich mir immer wieder nachkaufen werde. Ohne ein Backup im Schrank werde ich nervös und ich kann mir keine Haarwäsche mehr ohne vorstellen. Gerade mit zunehmender Länge sind die „Werkzeuge“ einfach immer entscheidender und ich bin froh, dass ich die Haare noch während des Waschens entwirren kann und nach dem Lufttrocknen kaum mehr Knoten zum auseinanderfriemeln habe. Klare Kaufempfehlung!

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[Review] Alverde Nagelpflegeöl

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Nagelöl war bereits verschiedentlich Thema auf dem Blog, nämlich hier und hier. Im Unterschied zum jetzigen Produkt waren es beide Male Nagelpflegestifte, mit denen ich auch sehr zufrieden war, so dass sie durchaus Nachkaufkandidaten sind. Dennoch packt mich manchmal die Neugierde und ich probiere gerne weitere Produkte aus, um zu schauen, ob ich das am besten passende bereits gefunden habe oder ob da noch Luft nach oben ist.

Ein weiterer Punkt ist die Verpackung in Relation zur Produktemenge. Während in den Nagepflegestiften jeweils vergleichsweise wenig Produkt – 1.5 resp. 2.6gr – enthalten ist, schlägt die Füllmenge des Fläschchens mit ganzen 10ml zu Buche, was doch deutlich mehr ist. Dazu kommt, dass ein Teil der Verpackung aus Glas besteht, während die der Nagelpflegestifte komplett aus Plastik ist.

Die Inhaltsstoffe führt DM wie folgt auf:

Sojaöl*, Aprikosenkernöl*, Arganöl*, Dextrin Palmitat, Mandelöl*, Sonddornextrakt (ölig)*, Rizinusöl*, Olivenöl*, Hamamelisextrakt (ölig)*, Ceramide, Sonnenblumenöl, Vitamin E, Vitamin C, Mischung ätherischer Öle**

* Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau
** aus natürlichen ätherischen Ölen

Die beiden auf dem Fläschchen aufgeführten Stoffe, Aprikosenkernöl und Sanddornextrakt, fungieren auf den Plätzen 2 und 6 der INCI Liste, was mich doch positiv überrascht hat. Nur zu oft finden sich die explizit beworbenen Inhaltsstoffe auf den hinteren Rängen der INCI Liste wieder – nicht so bei diesem Produkt.

Genauso positiv zu erwähnen ist das sich auf Platz 3 befindende Arganöl, welches nicht einmal speziell aufgeführt wird. Also nichts mit billigen Ölen auf den vorderen Plätzen. Gefäll mir sehr gut! Dazu ist das Nagelpflegeöl Natrue zertifiziert und vegan.

Das Alverde Nagelpflegeöl ist sehr ergiebig – ich verwende es schon seit mehreren Wochen täglich und der Füllstand hat sich kaum verringert. Das Fläschchen ist zwar aus Glas aber dennoch stabil, somit kann das Produkt auch gut auf Reisen mitgenommen werden. Klar benötigt es etwas mehr Platz als ein Nagelpflegestift, dafür kann es multifunktional verwendet werden. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es auch als Haaröl geeignet ist.

Was zudem für einen Einsatz als Haaröl spricht, ist der dezente und natürliche Aprikosenduft. Ich könnte mich echt reinlegen, so wunderbar frisch duftet das Öl. Dazu erinnert mich der Duft einzig und allein an sehr reife, frische Aprikosen und mitnichten an irgendwelche süssen Kaugummiverschnitte, wie das bei fruchtigen Düften leider nur allzu oft vorkommt.

In seinem ursprünglichen Einsatzgebiet als Nagelpflegeöl verwendet, leistet es sehr gute Dienste und steht den Stiftprodukten in nichts nach. Der Nagelpflegestift mit 2.6gr Inhalt hat mir gute 7 Monate gereicht, wenn ich das hochrechne, auf die 10ml in diesem Produkt, dann könnte es locker für mehr als 2 Jahre(!!) halten. Ich bin gespannt, ob das Öl das mitmacht oder ob es vorher ranzig wird. Sollte ich das Öl aber z.B. auch in der Haarpflege einsetzen, dann wird das Fläschchen definitiv vorher leer – ich werde euch auf dem Laufenden halten.

Fazit: Ein Top-Produkt, bei dem einfach alles stimmt. Die 10ml sind zu einem Preis von um die 2.50 Euro zu haben und stechen die Nagelpflegestifte somit locker aus. Der Duft ist fantastisch, die Wirkung ebenfalls und ich kann das Produkt nur empfehlen. Das Pinselchen ist als Applikator gut geeignet und ich kann die gewünschte Menge einfach dosieren. Dieses System ziehe ich den Drehapplikatoren der Stifte definitiv vor, denn bei den Stiften hatte ich oftmals entweder zu wenig oder zuviel Produkt auf dem Pinselchen.

Kennt ihr das Alverde Nagelpflegeöl? Was sind eure Favoriten bei der Nagelpflege?


[Haare] Grahtoe Avalon Tusk Holly Wood

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Von Grahtoe habe ich ja bereits das eine oder andere Stück in meiner Haarschmucksammlung. Meine absoluten Favoriten sind hierbei die Mermaids, die ich euch in verschiedenen Blogposts bereits gezeigt habe. Als ich jedoch diesen Avalon Tusk im Grahtoe Etsy Shop gesehen habe, war es um mich geschehen. Da hat der Bestellfinger einfach unkontrolliert gezuckt…

Weisen bereits die Mermaids einen unglaublichen Tragekomfort auf, wissen dies die Avalon Tusks noch zu toppen. Durch die Dreidimensionalität ihrer Form hält der Dutt noch viel besser und das Gewicht wird gleichmässiger verteilt. Obiges Foto ist nach einem Arbeitstag entstanden, was die Haltbarkeit von Avalon Tusks nochmals unterstreicht.

Was mir an diesem Stück so gut gefällt, ist zum einen der Kontrast zu meiner Haarfarbe, zum anderen der wunderschön geschwungene Topper. Bisher dachte ich immer, dass ein Avalon Tusk unbedingt ein Stein-Inlay im Topper bräuchte, doch da kannte ich dieses fantastische Stück noch nicht. Ich fürchte, dass dies nicht mein letzter Tusk war und bin gespannt, was Grahtoe noch so alles zaubern wird.

Kennt ihr Grahtoe? Habt ihr einen Avalon Tusk? Was ist euer Lieblingshaarschmuck?


[Serie] Stoffbinden – Review Libadi

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Mit dem heutigen Post starte ich die Reviews zu den Stoffbinden verschiedener Hersteller. Den Anfang macht Libadi aus Deutschland. Ein grosser Vorteil ist natürlich die deutsche Sprache. So gestalten sich Einkauf und Kontakt wesentlich einfacher, als wenn man in Übersee bestellt. Dazu kommen die tieferen Portokosten und die kürzere Versanddauer.

Ich habe von Lisa letztes Jahr im Oktober drei Stoffbinden zum Testen erhalten und jetzt ist es Zeit für ein Fazit. Was als erstes auffällt, ist die eckige Form der Libadis. Wir sind durch die Wegwerfbinden dermassen auf die runde Form geprägt, dass viele Bedenken haben oder nach Unterschieden im Tragekomfort fragen. Da kann ich euch vorab beruhigen: es gibt keinerlei Unterschied und die eckige Form ist nicht im geringsten spürbar.

Getestet habe ich eine Slipeinlage sowie zwei Stoffbinden in Grösse S bzw. M. Die Eulenprints finde ich absolut goldig und sie wurden schnell zu meinen Favoriten.

Die Slipeinlagen gibts bei Libadi in zwei Versionen: mit oder ohne Nässeschutz. Ich hatte erstere Version, deren Stärke am grünen Druckknopf erkennbar ist. Die „technischen Daten“ sind gemäss Homepage wie folgt:

Oberstoff: Baumwolle (teilw. Flanell)

Saugkern: Baumwollfleece

Unterstoff: Fleece

Länge ca. 17,5 cm

grüner Druckknopf als Farbcode für die Stärke / Größe

Baumwolle als Oberstoff empfinde ich als sehr komfortabel und Fleece als Unterstoff verhindert das Rumrutschen. Die Reinigung ging problemlos vonstatten und alle drei Stoffbinden schauen aus wie neu.

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Libadi Slipeinlage

Als ich mich für Stoffbinden zu interessieren begann, war eine meiner grössten Befürchtungen immer, dass die so furchtbar dick sein könnten. Halt so wie die Wegwerfbinden Anfang der 90er und noch vor Always und Co. Die Dicke ist natürlich abhängig von der Saugkraft, doch sie stehen meiner Meinung nach den Wegwerfbinden in vergleichbarer Stärke in nichts nach.

Kommen wir zu den Stoffbinden. Hier habe ich zwei Stück erhalten, eine in Grösse S und eine in Grösse M. Beginnen wir mit der kleineren und wiederum mit den „technischen Daten“. Hierzu gibt es folgende Informationen:

Oberstoff: Baumwolle

Saugkern: Bambusfleece

PUL Nässeschutzschicht

Unterstoff: Fleece

Länge ca. 20 cm

blauer Druckknopf als Farbcode für die Stärke / Größe

Zur Nässeschutzschicht gibt es folgendes zu sagen: PUL steht für Polyurethan laminated und ist eine spezielle Beschichtung, die dafür sorgt, dass keine Flüssigkeit nach aussen dringt. Ich höre schon die Alarmglocken klingen, doch keine Angst! Das Besondere an PUL ist, dass es zwar keine Flüssigkeit nach aussen, dafür jedoch Luft nach innen dringen lässt. Somit sorgt PUL für zusätzlichen Schutz, ohne jedoch die Luftzirkulation zu unterbinden.

Der Tragekomfort ist hoch und die Luftzirkulation zu jedem Zeitpunkt gegeben. Ich bin dankbar, dass dieses stickig-schweissige Gefühl, wie ich es bei den Wegwerfbinden immer hatte, nun mit den Stoffbinden ein Ende gefunden hat. Dank dem Fleece als Unterstoff rutscht auch hier nichts.

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Libadi Stoffbinde M

Auch hier als erstes die obligaten „technischen Daten“ von der Website:

Oberstoff: Baumwolle (Flanell)

Saugkern: Bambusfleece

PUL Nässeschutzschicht

Unterstoff: Fleece

Länge ca. 22 cm

gelber Druckknopf als Farbcode für die Stärke / Größe

Die Stoffbinde der Grösse M ist mein Favorit, entspricht sie doch ziemlich genau einer Always Ultra Normal Plus. Auch hier kann ich mich nur wiederholen, dank dem Fleece als Unterstoff rutscht nichts und die Binde absorbiert zuverlässig. Beim Wechseln empfehle ich, den Rhythmus beizubehalten, den ihr schon mit den Wegwerfbinden hattet. Als erste Faustregel ist das durchaus zuverlässig. Mit zunehmender Routine kann man experimentieren, welche Dauer zu welchem Zeitpunkt der Menstruation möglich ist.

Fazit: Eine absolut empfehlenswerte Marke. Wenn ihr einen Einstieg in die Welt der wiederverwendbaren Stoffbinden sucht, kurze Transportwege und Beratung in Deutsch bevorzugt, dann seid ihr bei Libadi genau richtig. Die eckige Form steht der runden in nichts nach und ich kann absolut keinen Unterschied feststellen. Dass die unterschiedlichen Modelle durch verschiedenfarbige Druckknöpfe gekennzeichnet werden, gefällt mir sehr gut. So weiss man immer, welches Modell man nun vor sich hat.

Kennt ihr Libadis? Verwendet ihr Stoffbinden? Wäre für euch ein Umstieg denkbar?

Diese Produkte wurden mir von Libadi kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank.

Das Artikelverzeichnis

1. Wiederverwendbare Stoffbinden – Einführungspost

2. Reinigen und Waschen von Stoffbinden

3. Stoffbinden im (Büro-)Alltag

4. Stoffbinden im Urlaub

5. Bezugsquellen (Deutsch und Englisch)

6. Reviews


[Haare] Warum lange Haare?

Die Flechtwerk-Posts meiner langhaarigen Blogger-Kolleginnen kennt ihr bestimmt – falls nicht, unbedingt vorbeischauen! Das aktuelle Thema ist ein offenes und ich beteilige mich sehr gerne daran. Als ich die Frage zum ersten Mal gelesen habe, dachte ich, was bitte soll ich denn darüber schreiben? Da gibts ja nicht viel dazu zu sagen. Tja, so kann man sich täuschen…

Als ich mich intensiver mit dem Thema auseinandergesetzt habe, kam doch erstaunlich viel zusammen. Ihr dürft euch also über einiges an – stellenweise sehr persönlichem – Text freuen. Da nur Text doch etwas gar trocken ist, werde ich den Post mit verschiedenen Bildern untermalen.

Bis auf zwei Mal hatte ich immer lange Haare. Den einen grossen Schnitt gabs im Kindergartenalter, den anderen mit ca. 23. Beide habe ich umgehend bereut und wollte nur noch eines: wieder lange Haare! Dass das seine Zeit dauert, dürfte jedem klar sein. Und schon sind wir mittendrin im Thema.

Einer der Gründe oder besser etwas, das mich ungemein fasziniert, ist, dass man nicht „einfach so“ lange Haare haben kann. Man muss Zeit und Geduld investieren, über einen langen Zeitraum dran bleiben und Ausdauer berweisen. Das damit verbundene Commitment fasziniert mich total. Ich kann nicht heute sagen, nö, ich hab doch keinen Bock und morgen sind sie wieder lang. Das geht nicht. Es geht in eine ähnliche Richtung wie Tattoos – eine weitere Leidenschaft – man muss sich entscheiden, verpflichten – commiten eben.

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Damit verbunden ist eine gewisse Zeitlosigkeit, welche für mich fast schon ein Lebensgefühl ist. Um sehr lange Haare zu haben, muss man seinen eigenen Weg gehen, ihn konsequent – sprich zum Beispiel soweit wie möglich schnittfrei – verfolgen. Man darf sich nicht den Modeströmungen unterwerfen, die mal diesen, mal jenen Look als hip erklären.

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Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass für mich persönlich lange Haare einfach ein Zeichen purer Weiblichkeit sind. Ich fühle mich mit überlangen Haaren schön, weiblich, wild und frei.

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Dazu kommt noch eine spirituelle Komponente: mit zunehmender Haarlänge fühle ich mich der Natur und den Elementen noch mehr verbunden. Die Zeitdimension, die ich nicht als linear sondern als Spirale empfinde, wird mir mit jedem Zentimeter intensiver bewusst.

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Des weiteren fasziniert mich die Wandelbarkeit von langen Haaren. Der Kontrast zwischen offen tragen und geduttet ist unglaublich. Ich war mir dessen lange Zeit nicht bewusst, bis im Sommer 2014 auf unserer Irlandreise die folgenden Fotos entstanden sind:

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Dazu kommt die Freiheit zu entscheiden, trage ich lieber offen oder geduttet? Möchte ich meine Länge zeigen oder bin ich lieber inkognito aka mit Dutt unterwegs? Ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, dass – von anderen Langhaars abgesehen – niemand die Haarlänge anhand meines Dutts wirklich einschätzen kann. Von anderen verwendete Duttkissen und Co. sei Dank werden meine Haare normalerweise bis maximal Ellbogenlänge geschätzt.

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Aufgrund meiner Länge trage ich meistens geduttet, denn im (Arbeits-)Alltag ist es einfach praktischer. Ich bin unglaublich dankbar, dass ich im Herbst 2012 zufällig auf das LHN gestossen bin, als ich nach Frisuren für lange Haare gegoogelt habe. Es war mein letzter Versuch und wäre der nicht erfolgreich gewesen, hätte ich meine Haare schweren Herzens ordentlich gekürzt. Ich war es dermassen leid, sie immer nur im Pferdeschwanz zu tragen. Damals hatten sie ca. klassischer Länge und waren kaum mehr zu bändigen im Alltag resp. auf Arbeit. Alle Klammern, Spangen etc., die es im Handel gab, waren viel zu klein.

Was soll ich sagen, mir tat sich eine komplett neue Welt auf. Ich entdeckte die grosse, weite Welt des Haarschmucks, lernte verschiedene Dutts und fand endlich Gleichgesinnte, mit denen ich mich austauschen konnte. Unsere Treffen und Stammtische sind immer ganz besondere Highlights, die durch zufällige Begegnungen unterwegs ergänzt werden. Ich mag es, wenn mich jemand spontan anspricht und sich herausstellt, dass wir beide im LHN angemeldet sind.

Nochmals zurück zu den Frisuren. Zwischen Dutt und offen tragen gibts natürlich Pferdeschwanz und Zopf. Ersteren trage ich beim Pilates (ist wesentlich bequemer als Zopf), letzteren zum Schlafen oder ab und zu an Konzerten. Eine meiner liebsten Zopfvariationen – auch wenns nichts geflochtenes ist, was man normalerweise mit einem Zopf verbindet – ist der sogenannte Keulenzopf.

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Die Musik ist ein weiterer Aspekt, denn als Langhaar fühle ich mich unter Metallern natürlich ausgesprochen wohl. Hier falle ich nicht so extrem auf und habe selbst viel zu schauen. Auf Festivals und Konzerten herrscht einfach eine ganz andere Stimmung  und ich geniesse die Zeit in vollen Zügen. Dazu nutze ich dort gerne die Gelegenheit zum offen tragen, was ich im Alltag praktisch nicht mehr mache.

Last but not least habe ich mit langen Haaren einfach viel weniger Aufwand als mit kurzen. Bis da morgens jedes Haar dort sass, wo es hingehörte *seufz* da musste ich mit Gel und Co. dahinter und war meistens nur mässig erfolgreich. Mit langen Haaren ist das anders: kämmen, Dutt – fertig. Auch das Waschen dauert nicht wesentlich länger. Einzig, dass ich jetzt die mit Condi getränkten Haare auskämme, erfordert ein paar Minuten mehr Zeit. Shampoo und Spülung habe ich vorher schon verwendet. Dazu kommt, dass ich früher täglich gewaschen habe. Heute ist es noch einmal die Woche.

Habt ihr lange Haare? Wie steht ihr dazu? Was sind eure Gründe für lange Haare?


[Box] Fairy-Box Mai 2015

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Heute darf ich euch die Fairy-Box vorstellen. Sie steht für natürliche Schönheit und ist komplett tierversuchsfrei, was mir schon mal sehr gut gefällt. Mit der aktuellen Ausgabe habe ich fünf Produkte erhalten, bei denen es sich ausnahmslos um Originalgrössen handelt.

Go&Home Zahnpasta

Das niedliche Design hat mich bereits auf der Vivaness angesprochen. Dass die österreichische Marke jetzt auch in der Fairy-Box auftaucht, freut mich umso mehr.

Die vegane Zahnpasta enthält Putzkörper auf Kieselsäurebasis und das Bio-Minzöl sorgt für frischen Atem. Sie ist vegan und ohne Fluor und Mikroplastik. Eine Tube kostet 3.99 Euro und enthält 75ml.

Hydrophil Zahnbürste

Dieses Produkt ist mein Highlight in der Box. Schon seit längerem verfolge ich das Unternehmen auf verschiedenen Social Media Kanälen. Die Zahnbüste ist wasserneutral, vegan und fair – genial oder? Den meisten ist nicht bewusst, dass Zahnbürsten oftmals nicht vegan sind. Ich wäre auch nie auf die Idee gekommen, dass dem so sein könnte. Tja, so kann man sich täuschen.

Hydrophil Zahnbürsten bestehen aus Bambus und die Borsten aus Nylon 4, einem Bio-Kunststoff. Das Produkt ist also komplett biologisch abbaubar und kann kompostiert werden. Es wird anfänglich sicher eine Umstellung werden, wenn die Zahnbürste anstatt wie bis anhin aus Plastik, nun plötzlich aus Holz besteht. Doch ich bin gespannt auf die neue Erfahrung und werde darüber berichten. Die Zahnbüste kostet 3.90 Euro, im Viererset ist sie günstiger.

Bodywash Bentley Organic

Die britische Marke war mir bisher völlig unbekannt. Der frische zitrische Duft passt wunderbar in den Frühling/Sommer und ich bin dankbar, dass die Grapefruitnoten überwiegen. Bei zitrischen Düften kommt leider sehr schnell das „Klostein-Feeling“ auf, nicht jedoch hier. Auch dieses Produt ist vegan, enthält 250ml und kostet 8.35 Euro.

Puro Bio LipEye Pencil

Und gleich noch eine neue Marke. Der Pencil ist biozertifiziert und vegan. Er soll für Lippen und Augen gleichermassen geeignet sein. Die Farbe kann ich mir jedoch so gar nicht als Eyeliner vorstellen und werde das Produkt somit ausschliesslich für die Lippen nutzen. Dort könnte es durchaus einen „My lips but better“ Effekt haben. Die Originalgrösse kostet 5.99 Euro.

JOIK Lippenpflege Hilla Naturkosmetik

Das fünfte und letzte Produkt im Bunde ist eine leicht getönte Lippenpflege von JOIK. Aufgrund des enthaltenen Bienenwachses ist es als einziges in der Box nicht vegan. Da jedoch kein Karmin enthält, werde ich es dennoch verwenden. Das Produkt kostet 7.90 Euro

Fazit: Eine tolle und ausgewogene Box. Mir gefällt vor allem, dass hier zwei Kombinationen angeboten wurden. Zum einen Zahnbürste und Zahnpasta, zum anderen Lip Pencil und Lippenpflege. Gerade bei letzterer bin ich gespannt, wie sie sich bewähren wird.

Die Zahnbürste wollte ich schon seit längerem mal ausprobieren, habe jedoch aufgrund der hohen Versandkosten in die Schweiz bisher von einer Bestellung abgesehen. Sollte sie sich bewähren, würde ich sie im Multipack nachkaufen, denn so sinken die Versandkosten pro Zahnbürste.

Einziger Kritikpunkt ist, dass leider nicht alle Produkte vegan sind. Wenn eine Box das Triple von vegan, tierversuchsfrei und Naturkosmetik bieten würde, wäre sie einfach perfekt. Leider scheint das wohl nicht ganz so einfach zu sein. Ich vermute, dass der Produkterange dann einfach zu eingeschränkt wäre, um abwechslungsreiche Boxen bieten zu können.

Wie gefällt euch die Fairy-Box im Allgemeinen? Was haltet ihr von der Mai-Ausgabe? Habt ihr Boxen abonniert?

Die Box wurde mir von Fairy-Box kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank.


[TAG] Mein digitales Leben

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So langsam ist es allerhöchste Zeit, dass ich mich diesem wunderbaren TAG widme, welchen ich damals bei Nixenhaar entdeckt habe. Ich liebe, liebe, liebe technische Gadgets jeglicher Art und bin auch zu Hause für die Technik zuständig. Besuche bei den Eltern und Schwiegereltern münden regelmässig in: könntest Du nicht mal kurz XY anschauen, updaten, reparieren, erklären… das Schönste daran ist, ich mache es absolut gerne!

Mein wichtigstes „Instrument“ im Netz: Definitiv mein Blog, in welchen ich einen grossen Teil meiner Online-Zeit investiere. Die veröffentlichten Artikel sind nur die Spitze des Eisbergs, kommt da doch noch eine Menge Arbeit hinter den Kulissen dazu. Doch das ist Arbeit, welche ich gerne mache und in die ich viel Herzblut investiere.

Die letzte heruntergeladene App auf dem Smartphone: Das war „Polar Flow“, welche ich für meinen Polar Loop als Auswertungstool verwende.

Meine Gerätschaften: Oh weia, jetzt kommts dicke 🙂 einen Teil meiner Gerätschaften konntet ihr bereits auf dem obigen Bild begutachten. Das wären: ein MacBook Air, ein Samsung Galaxy S5 Mini, eine Canon PowerShot S110, ein Polar Loop, eine MiPow Powertube (welche blöderweise nicht mit dem neuen Handy kompatibel ist *grummel*), ein iPad Air und meinen uralt Kindle. Nicht auf dem Bild sind ein MacBook Pro, eine Canon Ixus 75, ein uraltes Nokia 3510 sowie mein MP3 Player. Uff, eine ganz schöne Menge…

Das MacBook Air hat das MacBook Pro vor einiger Zeit als Hauptlaptop abgelöst, denn es ist viel schneller, superleicht und kann alles, was ich brauche. Zwar ist die Bildschirmdiagonale schon an der unteren Grenze, dafür ist es superleicht und damit sehr praktisch zum Mitnehmen. Ich habe es mir damals in erster Linie fürs Pendeln gekauft, damit ich nicht das vergleichsweise sehr schwere MacBook Pro in der Handtasche rumschleppen musste.

Das iPad Air wäre nicht unbedingt nötig gewesen, so viel Selbsteinsicht habe ich dann doch noch, als ich es jedoch im Apple Store gesehen habe, musste ich es einfach haben. Tja… Gadget-Freak halt. Gerade für unterwegs ist es halt schon superpraktisch. Für verlängerte Wochenenden ist es absolut ausreichend, auf längeren Trips nehme ich dann zusätzlich das MacBook Air mit.

Der Polar Loop ist mein neuestes Gadget, mit dem ich meine tägliche Aktivität sowie meine Sporteinheiten tracke. Eine absolute Spielerei und doch ist es sehr interessant zu sehen, wieviele Schritte man täglich so macht und wieviele Kilometer man dabei zurücklegt. Zudem animiert es mich, öfters mal die Treppe zu nehmen oder zusätzliche Strecken zu Fuss zurückzulegen.

Accessoires: Da bin ich eher praktisch veranlagt. Jedes Gerät braucht seine Hülle, welche in erster Linie zweckmässig sein und das Display schützen muss. Was ich absolut nicht ausstehen kann, sind Fingerspuren oder gar Kratzer auf den Displays *schauder* ich putze und wienere die Displays so richtig nerdig.

Morgenritual: Nach dem Aufstehen gucke ich kurz, was alles an Nachrichten reingekommen ist. Viel Zeit zum beantworten oder gar surfen habe ich nicht, denn morgens ist jede Minute verplant. Das erledige ich dann durch den Tag oder abends.

Persönlicher Social-Tipp: Das Netz einfach mal Netz sein lassen. Ich bin zwar fast daueronline, dennoch bleibt das Smartphone am Wochenende auch mal in der Handtasche. Gerade wenn ich mit Freunden etwas unternehme, vermeide ich es, die ganze Zeit auf dem Smartphone rumzutippen – das nervt und ich empfinde es als unhöflich.

Websites, die ich oft besuche: Da gibt es mittlerweile einige. Bloglovin (superpraktische Seite, hier verwalte ich meine abonnierten Blogs), WordPress (da ist mein Blog drauf), Langhaarnetzwerk, Tattooscout, Folkmetal.at und diverse Social Media Kanäle.

Online-Shopping: da gibts die Shops diverser Haarschmuckhersteller, ecco-verde, Amazon und viele mehr. Generell kaufe ich gerne und viel via Online-Shopping ein, weil es halt vor Ort leider nicht so viele Fachgeschäfte gibt.

Old School oder New School: Definitiv beides. Ich intressiere mich brennend für neue Technologien und springe da meist schon sehr früh auf den Zug auf. Dennoch bevorzuge ich auch Old School Dinge wie Notizbücher und Verabredungen. Mit letzterem meine ich, wenn ich was ausmache, dann bleibt es dabei. Man muss sich nicht am Vorabend oder eine Stunde vorher nochmals vergewissern, ob der Termin noch steht. Einziger Grund für eine Absage wäre Krankheit o.ä. Ich geniesse es, Freunde zu haben, mit denen ich mich drei Wochen im Voraus verabreden kann und dann einfach zum Treffpunkt hingehe und sie sind da. Und zwar pünktlich. Ich kann dieses neumodische, schauen wir mal und machen wir das spontan nicht ausstehen. Und wenn man dann regelmässig per Whatsapp oder sonstwie immer durchgibt, dass man so und soviel später kommt, dann finde ich das unhöflich.

Letzer Tag komplett offline: Ehrlich gesagt keine Ahnung. Das muss einige Jahre her sein. Gerade seit es Smartphones gibt, ist man ja quasi daueronline und selbst im Urlaub gibts mittlerweile eine gute WLAN Abdeckung.

Digitaler Wunsch für die Zukunft: Dass wir lernen, diese wunderbaren Techniken sinnvoll einzusetzen und verantwortungsvoll zu nutzen. Dass wir eine Balance finden zwischen Real Life und virtuellem Leben im Netz. Und dass wir uns immer gut überlegen, ob wir etwas wirklich ins Netz stellen wollen, denn das Internet vergisst nie.

Ich tagge jetzt niemanden explizit, doch wer sich angesprochen fühlt, darf sich den TAG gerne schnappen und den Link zu seinem Beitrag in die Kommentare stellen.