[Haare] Warum lange Haare?

Die Flechtwerk-Posts meiner langhaarigen Blogger-Kolleginnen kennt ihr bestimmt – falls nicht, unbedingt vorbeischauen! Das aktuelle Thema ist ein offenes und ich beteilige mich sehr gerne daran. Als ich die Frage zum ersten Mal gelesen habe, dachte ich, was bitte soll ich denn darüber schreiben? Da gibts ja nicht viel dazu zu sagen. Tja, so kann man sich täuschen…

Als ich mich intensiver mit dem Thema auseinandergesetzt habe, kam doch erstaunlich viel zusammen. Ihr dürft euch also über einiges an – stellenweise sehr persönlichem – Text freuen. Da nur Text doch etwas gar trocken ist, werde ich den Post mit verschiedenen Bildern untermalen.

Bis auf zwei Mal hatte ich immer lange Haare. Den einen grossen Schnitt gabs im Kindergartenalter, den anderen mit ca. 23. Beide habe ich umgehend bereut und wollte nur noch eines: wieder lange Haare! Dass das seine Zeit dauert, dürfte jedem klar sein. Und schon sind wir mittendrin im Thema.

Einer der Gründe oder besser etwas, das mich ungemein fasziniert, ist, dass man nicht „einfach so“ lange Haare haben kann. Man muss Zeit und Geduld investieren, über einen langen Zeitraum dran bleiben und Ausdauer berweisen. Das damit verbundene Commitment fasziniert mich total. Ich kann nicht heute sagen, nö, ich hab doch keinen Bock und morgen sind sie wieder lang. Das geht nicht. Es geht in eine ähnliche Richtung wie Tattoos – eine weitere Leidenschaft – man muss sich entscheiden, verpflichten – commiten eben.

IMG_0260

Damit verbunden ist eine gewisse Zeitlosigkeit, welche für mich fast schon ein Lebensgefühl ist. Um sehr lange Haare zu haben, muss man seinen eigenen Weg gehen, ihn konsequent – sprich zum Beispiel soweit wie möglich schnittfrei – verfolgen. Man darf sich nicht den Modeströmungen unterwerfen, die mal diesen, mal jenen Look als hip erklären.

IMG_5574

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass für mich persönlich lange Haare einfach ein Zeichen purer Weiblichkeit sind. Ich fühle mich mit überlangen Haaren schön, weiblich, wild und frei.

IMG_5589

Dazu kommt noch eine spirituelle Komponente: mit zunehmender Haarlänge fühle ich mich der Natur und den Elementen noch mehr verbunden. Die Zeitdimension, die ich nicht als linear sondern als Spirale empfinde, wird mir mit jedem Zentimeter intensiver bewusst.

SchynigePlatte

Des weiteren fasziniert mich die Wandelbarkeit von langen Haaren. Der Kontrast zwischen offen tragen und geduttet ist unglaublich. Ich war mir dessen lange Zeit nicht bewusst, bis im Sommer 2014 auf unserer Irlandreise die folgenden Fotos entstanden sind:

IMG_5666

IMG_5667

Dazu kommt die Freiheit zu entscheiden, trage ich lieber offen oder geduttet? Möchte ich meine Länge zeigen oder bin ich lieber inkognito aka mit Dutt unterwegs? Ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, dass – von anderen Langhaars abgesehen – niemand die Haarlänge anhand meines Dutts wirklich einschätzen kann. Von anderen verwendete Duttkissen und Co. sei Dank werden meine Haare normalerweise bis maximal Ellbogenlänge geschätzt.

IMG_5281

Aufgrund meiner Länge trage ich meistens geduttet, denn im (Arbeits-)Alltag ist es einfach praktischer. Ich bin unglaublich dankbar, dass ich im Herbst 2012 zufällig auf das LHN gestossen bin, als ich nach Frisuren für lange Haare gegoogelt habe. Es war mein letzter Versuch und wäre der nicht erfolgreich gewesen, hätte ich meine Haare schweren Herzens ordentlich gekürzt. Ich war es dermassen leid, sie immer nur im Pferdeschwanz zu tragen. Damals hatten sie ca. klassischer Länge und waren kaum mehr zu bändigen im Alltag resp. auf Arbeit. Alle Klammern, Spangen etc., die es im Handel gab, waren viel zu klein.

Was soll ich sagen, mir tat sich eine komplett neue Welt auf. Ich entdeckte die grosse, weite Welt des Haarschmucks, lernte verschiedene Dutts und fand endlich Gleichgesinnte, mit denen ich mich austauschen konnte. Unsere Treffen und Stammtische sind immer ganz besondere Highlights, die durch zufällige Begegnungen unterwegs ergänzt werden. Ich mag es, wenn mich jemand spontan anspricht und sich herausstellt, dass wir beide im LHN angemeldet sind.

Nochmals zurück zu den Frisuren. Zwischen Dutt und offen tragen gibts natürlich Pferdeschwanz und Zopf. Ersteren trage ich beim Pilates (ist wesentlich bequemer als Zopf), letzteren zum Schlafen oder ab und zu an Konzerten. Eine meiner liebsten Zopfvariationen – auch wenns nichts geflochtenes ist, was man normalerweise mit einem Zopf verbindet – ist der sogenannte Keulenzopf.

IMG_4667

Die Musik ist ein weiterer Aspekt, denn als Langhaar fühle ich mich unter Metallern natürlich ausgesprochen wohl. Hier falle ich nicht so extrem auf und habe selbst viel zu schauen. Auf Festivals und Konzerten herrscht einfach eine ganz andere Stimmung  und ich geniesse die Zeit in vollen Zügen. Dazu nutze ich dort gerne die Gelegenheit zum offen tragen, was ich im Alltag praktisch nicht mehr mache.

Last but not least habe ich mit langen Haaren einfach viel weniger Aufwand als mit kurzen. Bis da morgens jedes Haar dort sass, wo es hingehörte *seufz* da musste ich mit Gel und Co. dahinter und war meistens nur mässig erfolgreich. Mit langen Haaren ist das anders: kämmen, Dutt – fertig. Auch das Waschen dauert nicht wesentlich länger. Einzig, dass ich jetzt die mit Condi getränkten Haare auskämme, erfordert ein paar Minuten mehr Zeit. Shampoo und Spülung habe ich vorher schon verwendet. Dazu kommt, dass ich früher täglich gewaschen habe. Heute ist es noch einmal die Woche.

Habt ihr lange Haare? Wie steht ihr dazu? Was sind eure Gründe für lange Haare?

Advertisements

38 Kommentare on “[Haare] Warum lange Haare?”

  1. Selina sagt:

    Hallo Anita
    Einen tollen Beitrag zum offenen Flechtwerkthema hast du da geschrieben. Finde die Idee toll, dass wir auch ein Teil davon sein dürfen. Auch wenn ich zur Zeit noch lange nicht meine Wunschlänge erreicht habe, stimme ich dir voll und ganz zu.Hoffentlich kann ich auch bald solch schöne Fotos zeigen. Bis dahin befinde ich mich noch in der Geduuldsphase 😊
    Liebe Grüsse Selina aka Schneeweisschen

    • anitaswelt sagt:

      Hallo Selina
      schön, dass ihr auch mitgemacht habt! Und ich finde eure Fotos genauso schön, der Beitrag hat mir richtig gut gefallen.
      Oh ja, Geduld braucht es, wobei ich meine Haare die meiste Zeit einfach komplett ignoriere. Das war früher – also bevor ich das LHN kannte – noch viel extremer.
      LG
      Anita

  2. Momo sagt:

    Ganz wunderbarer Post, den ich voll und ganz unterschreiben kann. Vor allem den Teil mit dem „wild & frei sein, sich der Erde und den Elementen näher fühlen“ empfinde ich ganz genauso. Sehr schön ausgedrückt und die Fotooos. Herrlich.

  3. Nessie sagt:

    Wunderschöne Bilder und die Vergleichsbilder Dutt bzw. offen in irischer Kulisse… hach, ein Traum! Ich habe auch lange Haare (Ellbogenlänge) und züchte seit vier bis fünf Jahren. Ein Ziel habe ich dabei nicht. Ab und an kürze ich die Spitzen und das war’s. Im Alltag trage ich meine Haare immer hochgesteckt, manchmal eher ordentlich, manchmal eher messy. Es ist praktischer, alltagstauglich, einfach, geht mit Übung sehr schnell und ist schonend fürs Haar. Noch nie hatte ich so gesundes Haar wie jetzt.
    Aktuellen Trends laufe ich schon seit Jahren nicht mehr hinterher. Sehr oft werde ich auf meine Hochsteckfrisuren angesprochen und das freut mich immer ungemein. Lange Haare hochgesteckt sind für mich Natürlichkeit, Freiheit und Weiblichkeit.
    Und ganz wichtiger Punkt: es spart Geld – und zwar enorm. Wenn ich daran denke, was ich bei kurzen Haaren zu Teenagerzeiten an Geld zum Friseur getragen habe… Aus dieser Zeit entstammt auch eine Friseur-Phobie: ich gehe absolut nicht gerne zum Friseur und mein letzter Besuch dort liegt auch etwa drei Jahre zurück. Die sinnfreien Gespräche, das Ziehen an den Haaren, die Silikonbomben auf dem Kopf… fürchterlich!
    Hihi, jetzt ist der Kommentar so lange geworden; da hätte ich auch einen eigenen Blogpost schreiben können 😀
    Liebe Grüße,
    Nessie

    • anitaswelt sagt:

      Vielen Dank! Die Bilder waren einer meiner grossen Wünsche für unsere Irlandreise und ich bin froh über die Geduld, die mein Fotograf bewiesen hat 🙂
      Definitiv! Wobei ich das Geld, welches ich ohne Frisör spare, gleich wieder (und obendrein noch einiges mehr) in Haarschmuck investiere… wenn ich ehrlich bin, ist das definitiv nicht günstiger. Es sei denn, ich würde meine Sammlung eines Tages als komplett betrachten.
      Das kannst Du doch immer noch! Ich würde mich jedenfalls sehr darüber freuen, wenn da noch ein eigenes Blogpost dazu käme!

      • Nessie sagt:

        Für Haarschmuck gebe ich nicht viel aus, da ich immer mehrere kleine Krebsklämmerchen in braun nehme, die unter den Haaren möglichst nicht auffallen sollen. Wirklichen Haarschmuck habe ich also eigentlich gar nicht.
        Ich werde mal schauen, ob ich noch einen Beitrag nachreiche, aber ich glaube, dazu fehlt mir momentan die Zeit. Und mein Fotograf ist bei Längenbildern glaube ich nicht so geduldig. „Sieht doch alles gleich aus. Ist doch egal, ob die Strähne richtig liegt“…

      • anitaswelt sagt:

        Das ist praktisch, wenn man die handelsüblichen Grössen verwenden kann 🙂 die kleinen Krebsklämmerchen verwende ich für meine Orchideen als Rispenhalter 🙂
        Oh ja, das mit dem Fotografen kenne ich. Daher wünsche ich mir eines Tages ein professionelles Shooting – das wäre ein echter Traum.

  4. Oh wie schöne Fotos und Haare! =) Hab sie ja schon real gesehen und finde die Länge an dir zauberhaft! Für mich selbst wäre das wohl zu lang, bin gerade wieder bei Steiß angekommen. Werde wegen Spliss wohl wieder zu Hüfte schneiden und dort versuchen, eine geradere Kante zu züchten, danach darf es gerne noch bis zum Po gehen =)

    Liebe Grüße!

    • anitaswelt sagt:

      Dankeschön! Ich bin noch am Austesten, bei welcher Länge Schluss ist. Das Gefühl der Haare auf den Waden mag ich sehr, somit darf die Länge ziemlich sicher bleiben. Wieviel mehr ich noch als händelbar empfinde, gerade beim Offentragen, wird sich zeigen. Schneiden kann man ja immer 🙂

  5. Lenja sagt:

    Das Kontrastbild ist ja eeeecht cool!
    Aber deine Haare sind auch der Wahnsinn und ein Hingucker. Ich hoffe meine werden auch mal so lange, dass nicht nur kleine Mädchen mir manchmal hintergucken (haha das kann man missverstehen – ich hoffe du weißt wie ich das meinte, ganz unschuldig eigentlich!).

    • anitaswelt sagt:

      Vielen Dank, Lenja! Mir gefällt es, gerade mit der Kulisse, auch sehr gut und ich hätte gerne noch vieeeeeel mehr Bilder gemacht.
      Bestimmt! Du weisst, dass ich bekennender Fan von Deinen Haaren bin. Okay, ich bin jetzt auch nicht gerade grosse, aber hinterherschauen tät ich Deinen Haaren auf alle Fälle!
      Keine Angst, ich versteh Dich schon nicht falsch 😉

  6. Aah, das mit den Metallern ist tatsächlich herrlich zum Gucken. Ich war 2010 in Wacken und habe dauernd einen Typen gesehen, mit wundervollen, glänzenden, steisslangen Haaren. Schliesslich habe ich ihn angesprochen und dann haben wir lange über Haare, Haarmasken (mit Ei) und allgemein Pflege und Schnitt gesprochen. Das war so ziemlich mein Highlight xD

    Und wenn ich mir dein Shirt so anschaue, muss ich beim nächsten Paganfest nach langen Haaren Ausschau halten. „Hallo, bist du die Anita?“ 😀

    • anitaswelt sagt:

      *hihi* ja die Gespräche können in der Tat sehr interessant sein. Ich spreche gerne wildfremde Leute an, da ergeben sich oftmals interessante Begegnungen und manchmal entwickeln sich daraus auch Freundschaften.
      *hihi* noch so gerne, einfach ansprechen und dann freuen sich hoffentlich zwei 🙂

  7. Larissa sagt:

    Der Beitrag ist so toll. *Herzchenaugen hab*
    Den merke ich mir als Notfallmotivation für schwache Momente. 🙂

  8. Patricia sagt:

    Hallo Anita!
    Dickes Kompliment!
    Ein toller Beitrag und die Fotos sind ein Traum.
    Bewundere deine Haare schon lange 🙂
    Ich selbst bin erst bei Steisslänge+ angekommen und möchte natürlich noch weiterzüchten.
    In meinem Umfeld sind nur Menschen mit wesentlich kürzeren Haaren. Sie verstehen meine Haarleidenschaft nicht, können mit meinem Haarschmuck-Sammeltrieb nichts anfangen. Meistens können sie nicht glauben, dass ich im Bad gar nicht so lange brauche. Mit kurzen Haaren fand ich das immer viel aufwändiger.
    Genial, dass es noch mehr „Haarverrückte“ gibt.
    Da bin ich in guter Gesellschaft, denn bisher bin ich nur eine stille Mitleserin.
    Ich sollte echt mal zu nem LHN-Treffen kommen.

    • anitaswelt sagt:

      Liebe Patricia!
      Vielen Dank für Dein liebes Feedback!
      Oh ja, das kenne ich. In meinem Real-Life-Umfeld gibt es auch kaum Menschen, die meine Haarleidenschaft verstehen. Viele wissen aber auch gar nicht, wie lange die Haare wirklich sind und das ist mir auch recht so.
      Unbedingt! Ich würde mich riesig freuen, wenn Du mal zu einem Treffen oder an den Stammtisch kommen könntest. Neue sind stets willkommen 🙂

  9. Regina sagt:

    Liebe Anita
    Ein wirklich wundervoller Beitrag. Und nicht nur wegen der schönen Fotos, sondern vor allem wegen deiner Einstellung und deinen Worten.
    Ich finde es unglaublich schön, wenn jemand von sich sagen kann, ich bin was ich bin und ich fühle mich wohl damit. Denn ich bin überzeugt, dass äussere Schönheit nur durch innere Schönheit kommen kann…
    Ich empfinde es mit fortschreitendem Alter immer mehr als innere Zufriedenheit, nicht immer das machen zu müssen, was andere von einem erwarten. Und seitdem haben Selbstsicherheit, Weiblichkeit und Zufriedenheit zugenommen, auch wenn ich körperlich mit 20 sicher attraktiver gewesen bin. Es ist ein tolles Gefühl, sagen zu können, ich mag mich und meinen Körper, so wie er ist.
    Das Gefühl von Freisein, das du beschreibst, finde ich meist nur in der Natur. Was gibt es schöneres, als auf einem Berggipfel inmitten einem Panorama zu stehen und sagen: Ich habe es hier hoch geschafft und fühle mich frei. Toll, dass du dieses Gefühl in dir hast:-) Die BIlder drücken das auch unglaublich schön aus!
    Witzigerweise befinde ich mich auch gerade in dem bewussten Prozess des Haare-Wachsen-Lassens. Vor einigen Jahren waren sie Haare noch sehr kurz und jetzt sind sie schon Brustlang. Ich liebe es. Vor allem liebe ich es, Frisuren zu machen…

    Ich hoffe, ich konnte es annähernd so ausdrücken, wie ich wollte – auch wenn das mit dem Niederschreiben dann noch nicht so einfach ist, wie man denkt;-)
    Alles Liebe und mach weiter so!
    Regina

    • anitaswelt sagt:

      Liebe Regina!
      Wow, vielen herzlichen Dank für Dein wunderschönes Feedback, ich bin ganz gerührt!
      Du hast so vieles, was ich nicht explizit in den Post gepackt habe, perfekt herausgespürt und wunderschön zusammengefasst, ich danke Dir dafür von ganzem Herzen!
      Solche Feedbacks wie das Deinige sind ein riesiger Ansporn für den Blog!
      Liebe Grüsse
      Anita

  10. So ein toller Beitrag! Sag ich als bekennende Kurzhaarliebhaberin (also bei mir selber). 🙂

  11. Rosenrot sagt:

    Liebe Anita,
    zwar ein bisschen spät, aber ich habe es, trotz Bachelorarbeitsstress, auch noch geschafft deinen Beitrag zu lesen und muss einfach sagen: WOW! Deine Haare sind einfach nur toll!
    Und die Bilder erst! Ich hoffe ich schaffe es auch mal meine so lang zu bekommen! Nun freue ich mich noch mehr sie am 30. zu sehen!
    Liebe Grüsse Daniela aka Rosenrot

  12. Lu sagt:

    Schöner Artikel, habe mich in einigen Punkten wieder erkannt. Meine Haare sind leider schwierig, ich glaube ich bin jetzt bei klassischer Länge (habe eben mir mal die verschiedenen Bezeichnungen im LHN durchgelesen, muss jetzt beim kämmen heut abend genau drauf achten), aber ich werde sie demnächst kürzen lassen, kämmen dauert einfach zu lang.

    • anitaswelt sagt:

      Hallo Lu
      Oh, das wäre aber sehr schade! Was hast Du denn für eine Kämmtechik und was verwendest Du zum Kämmen? Da lässt sich doch sicher noch etwas machen, bevor Du abschneidest! Das würde ich echt als allerletzte Möglichkeit sehen, wäre doch soooo schade um die Länge.

  13. Camillex sagt:

    Hey,

    ich habe deinen Blog gerade erst entdeckt und bin wirklich ganz begeistert von deinen wunderbaren langen Haaren. Ganz toll! Ich finde es auch erstaunlich, wie gut man die in einem kompakten Dutt „verstecken“ kann.

    Ich bin momentan auch am Wachsen lassen, nachdem ich mir die Haare vor ein paar Jahren mal wirklich sehr kurz schneiden habe lassen. Momentan haben sie schon wieder eine schöne Länge erreicht, aber da geht noch mehr 🙂

    • anitaswelt sagt:

      Hallo Camillex
      vielen Dank! Oh ja, da passt wirklich erstaunlich viel rein. Daher nenne ich Haarstäbe manchmal scherzhaft Haarkompressionsstab 😉
      Wie lang sind denn Deine Haare zur Zeit? Was ist Dein Längenziel?
      LG
      Anita

  14. Camillex sagt:

    Hallo,

    ein genaues Maß habe ich jetzt nicht, aber sie gehen in etwa bis zum BH-Verschluss. Erstmal möchte ich bis zur Taille und dann eventuell auf Hüftlänge.

    Taille ist aber vorerst mein wirklich realistisches Ziel. Nicht, weil ich es danach nicht mehr schön finde, sondern weil ich leider nicht mit besonders vielen oder dicken Haaren gesegnet bin. Ich habe mir die Haare vor ein paar Jahren nicht unbedingt aus „gefällt mir jetzt gerade“-Gründen so radikal schneiden lassen, sondern weil sie einfach so kaputt waren und schon ab Schulterlänge total ausgefranst und wenig aussahen. Und nicht so, wie bei schönem Feenhaar, sondern eben einfach kaputt. Ich wollte nochmal neu anfangen.

    Und siehe da, mittlerweile sind meine Haare bei der jetztigen Länge wirklich schön, brechen kaum noch ab, haben einen tollen Glanz etc. Gar nicht mehr zu vergleichen mit früher. Sie sind aber immer noch sehr dünn und haben einen sehr geringen Zopfumfang. Ich habe ein bisschen Angst, dass sie, je länger sie werden, dann wieder in so einen fransigen, extrem dünnen Status übergehen, trotz guter Pflege. Das will ich dann auch nicht. Lieber gesunde mittellange Haare, als lange Haare, die dann aber nichts mehr her machen. Daher möchte ich jetzt erstmal bis zur Taille wachsen lassen und werde dann mal schauen, ob sie bei dieser Länge noch ok sind. Ich gehe das Vorhaben lieber in kleinen Schritten an, als dann am Ende total enttäuscht zu sein.

    Viele Grüße

    • anitaswelt sagt:

      Hallo Camillex

      Das klingt doch nach einem guten und wohldurchdachten Plan! Lass Dich dennoch nicht ins Bockshorn jagen, auch mit Feenhaar kann man beachtliche Längen erzielen (schau Dir mal Lenjas Blog namens Waldelfentraum an, sie hat so wunderschöne superseidige Haare!) .

      Respekt, dass Du diesen Neuanfang gewagt hast und Gratulation, dass er so gut geklappt hat. Ich bin sicher, dass Du Dich Schritt für Schritt Deiner Traumlänge annähern kannst und wirst. Hoffentlich berichtest Du ab und an wie es mit Deinen Haarlis weitergeht, ich bin gespannt!

      LG
      Anita

  15. Camillex sagt:

    Hallo Anita,
    beim Langhaarnetzwerk habe ich mir nun endlich mal ein Tagebuch angelegt, das wollte ich jetzt schon so lange machen und hab es dauernd vor mich hergeschoben. Für (noch) einen eigenen Blog fehlt mir die Motivation 😉 bin mit meinem einen (Buch)Blog bestens ausgelastet.
    Wenn du möchtest, schau gerne mal vorbei, ich heiße dort allerdings anders, als ich hier kommentiert habe. Der Thread nennt sich „Decarabia will taillenlanges Hennahaar“.

    Liebe Grüße

    • anitaswelt sagt:

      Hallo Camillex
      Du hast ein TB? Cool, da muss ich unbedingt vorbeischauen! Ich habe kein TB dort, weil ich nicht alles doppelt posten will. Haarupdates gibts auf dem Blog, zumal es ohnehin nicht viele sind. Meine Haare sind da ziemlich langweilig, weil ich meistens eh immer dasselbe mache und meine Routine sehr, sehr minimalistisch ist.
      LG
      Anita

  16. curlsnchard sagt:

    Hallo Anita 🙂 Wow, deine Haare sind wirklich unheimlich lang und selbst die Enden schauen bei dir gesund aus, das ist wirklich eine Leistung! Sind deine Haare eigentlich sehr schwer, wenn du sie als Dutt or Pferdeschwanz trägst?
    Ich selbst hatte schon (fast) alle Haarlängen, bin aber relativ wenig „zimperlich“ was abschneiden betrifft – wenn ich mal wieder gelangweilt bin, dann gibt es wieder mal Schulterlänge oder sogar kürzer. Momentan lasse ich sie gerade wieder wachsen und bin glatt-gezogen (ich habe Locken) auf knapp Taillenlänge. Lockig aber noch weit davon entfernt 😉
    Der Grund wieso ich aber immer wieder meine Locken lang wachsen lasse, ist auch, dass ich mich damit unheimlich weiblich fühle. Außerdem werden meine Locken schöner, je länger meine Haare sind 😉 Aber, für mich gibt es auch eine Maximallänge, die noch „praktisch“ ist für mich – das ist lockig, Taillenlänge. Alles was darüber ist, dauert zu lange in der Dusche beim entwirren und wird für mich zu schwer.
    Ich wünsch dir eine schöne Woche!

    • anitaswelt sagt:

      Vielen Dank für Dein liebes Feedback! Ich empfinde die Haare gar nicht als schwer, erkläre es mir aber so, dass die Muskulatur ja quasi „mitwächst“. Die Haare wurden ja nicht über Nacht so lang 😉
      Wow, taillenlange Locken stelle ich mir wunderschön vor! Ich muss nachher unbedingt bei Dir vorbeischauen, obs da irgendwo ein Bild gibt 🙂
      Dir auch eine schöne Woche!

  17. Esmeralda sagt:

    Und wenn man keine langen Haare bekommen kann, ist man dann nicht weiblich?

    • anitaswelt sagt:

      Liebe Esmeralda!
      Oh nein, egal mit welcher Haarlänge, eine Frau ist eine Frau und damit per se weiblich. Ich habe mit diesem Text lediglich meine Sicht der Dinge bezogen auf mich und mein Körpergefühl beschrieben. Es gibt so viele Frauen, die mit kurzen Haaren wunderschön und weiblich aussehen – mir hingegen steht es überhaupt nicht und ich fühle mich mit kurzen Haaren nicht wohl.
      Was meinst Du genau mit keine langen Haare bekommen können? Weshalb werden sie nicht lang?
      Liebe Grüsse
      Anita

  18. Franzi sagt:

    Hey Anita,

    ich habe mit großen Interesse deinen Beitrag gelesen! Und fand es so schön, was du geschrieben hast.
    Die Verbundenheit mit der Natur! ❤ Und dass es sehr viel Zeit und Geduld braucht und es ein Stück weit auch eine große Herausforderung ist, konsequent am Ball zu bleiben.

    Und das mit dem Aufwand stimmt wirklich..ich habe sehr viele Wirbel und wo meine Haare noch kürzer waren, standen die Haare überall ab 😦 Mit längeren hat man doch weniger Aufwand.

    Ich stimme dir auch zu, dass man mit langen Haaren sich wild und frei fühlt 🙂
    Ein ewiger Begleiter auf weiten Reisen 🙂

    Danke für deinen Bericht!

  19. […] ich vor ungefähr einem Jahr auf Anitas Welt einen Blogpost über ihre langen Haare gelesen habe, war ich verblüfft: Ich mit meinen kurzen […]


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s