[GoGreen] Von Plastik und Früchten

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Wer kennt die Situation nicht, man steht vor dem Früchte- und Gemüseregal und will einkaufen. Wohin packt man die losen Einkäufe – genau in die angebotenen Plastiksäckchen. Diese sind mir schon seit Jahren ein Dorn im Auge, doch „ohne alles“ wollte ich mir weder Früchte noch Gemüse in die Einkaufstasche packen. Guter Rat war teuer.

Zum Glück gibt es die Ahnungslos Wissende, die mir mit ihrem damaligen Blogpost die Augen geöffnet und eine wunderbare Alternative aufgezeigt hat. Wir haben uns mit Wäschenetzen eingedeckt und verwenden diese jetzt regelmässig beim Einkauf sowie für den Transport von Früchten auf die Arbeit, wofür ich früher ebenfalls immer Plasticksäckchen verwendet habe.

Ein Detail störte mich dann doch an der ganzen Sache: die Klebeetikette hält einfach nicht auf dem Wäschenetz. Wie oft stand ich an der Kasse und die Klebeetikette war weg. Peinlich. Gerade wenn die Schlange hinter einem so richtig lang ist. Zurück zu den Plastiksäckchen wollte ich nicht, die Etikette einfach wo anders aufkleben ebenfalls nicht. Was also tun?

Die zündende Idee kam beim Einkaufen. Bei den Bananen hängt jeweils so ein Plastikteil mit angebrachter Klebeetikette dran. Diese habe ich runtergefriemelt, die Etikette sowie Klebespuren beseitigt und den Haken abgeschnitten. Das so massgeschneiderte Plastikteil habe ich an die Zugschnur gehängt und klebe seither die Etiketten da drauf. Hält wunderbar, erspart mir die peinlichen Momente an der Kasse und die Kassiererin findet die Etikette ganz einfach.

A propos Kassiererinnen, die Reaktionen waren bisher unterschiedlich. Die meisten scannen einfach stoisch den Strichcode, frei nach dem Motto, da ist ein Code drauf, dann passt das schon. Ein paar weitere haben zwar seltsam geguckt, dann aber einfach kommentarlos gescannt. Eine einzige schaute sich das Netz mit den Früchten darin genauer an und meinte: das ist ja eine geniale Idee!

Ich wünsche mir, dass eines Tages solche Netze in sämtlichen Supermärkten die Plastiksäckchen ersetzen. So könnte auf einfachste und nachhaltige Art und Weise eine Riesenmenge Plastikmüll vermieden werden. Nach einiger Zeit in Gebrauch kommen die Säckchen einfach zur Weisswäsche und sind danach wieder einsatzbereit.

Was haltet ihr von Wäschenetzen für den Früchte- und Gemüseeinkauf? Könntet ihr euch einen Umstieg vorstellen? Wie vermeidet ihr Plastikmüll?

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37 Kommentare on “[GoGreen] Von Plastik und Früchten”

  1. Super Sache! Ich habe mir solche Netze selber genäht und einen alten Vorhangstoff dazu verwendet. Wäschenetz ist eine super Alternative und sicher günstiger als die zum Kauf angebotenen Gemüsetze (z.B. re-sack)

    lg
    Maria

    • anitaswelt sagt:

      Selber nähen ist natürlich das Nonplusultra, dafür fehlt mir leider jegliches Talent. Ansonsten kann man vieles nutzen, hauptsache wiederverwendbar und kein Plastik.

  2. Jenny sagt:

    Wow.. die Idee ist ja so klasse. Ich hab frag mich ständig, wie ich diese blöden Mini-Beutel vermeiden kann, weil sie mich auch stören.. oftmals leg ich dann alles lose in den Korb und tu es dann ganz oben auf meinen Einkaufsbeutel (Ich benutz da übrigens diese großen stabilen recycelten, die man immer wieder nehmen kann.).
    Ist auf jeden Fall eine Überlegung wert.. aber dann muss man immer daran denken, die dabei zu haben 😀 Das ist persönlich mein Größtes Problem..
    Ansonsten versuche ich, die Plastikbeutel, die man immer irgendwo bekommt, mehrfach zu verwenden. Einen nehme ich z.B. immer, um meine Plastikschüsseln mit Mittagessen hinein zu tun. Den nehme ich dann so viele Wochen/Monate, bis er kaputt ist.
    Ansonsten benutze ich die Plastikbeutel danach als Müllbeutel für Plastikmüll. Das sind quasi so meine Versuche^^.. aber die Idee mit dem Wäschenetz finde ich wirklich genial.
    Daumen hoch!

    LG Jenny

    • anitaswelt sagt:

      Hallo Jenny
      Oh ja, das mit dem dabei haben ist dann eine ganz andere Sache. Ich stand auch schon oft im Supermarkt und hatte das Netz natürlich nicht dabei. Immerhin schaffe ich es, einige Stoffbeutel dabei zu haben und dann kommen die Früchte halt ausnahmsweise in so einen Beutel. Mit dem Netz geht es aber deutlich besser und ist auch für die Kassiererin angenehmer, weil sie sonst in die Tasche reinschauen und prüfen muss, ob Etikette und Inhalt auch korrespondieren.
      Wir können die Plastikbeutel leider nicht als Müllbeutel verwenden, weil hier alles reglementiert ist. Da muss man dann einen grössengenormten Extrabeutel kaufen…
      LG
      Anita

  3. Catgirl sagt:

    hurra, geniale idee und passend zur Zero Waste Challenge, die gestern zu Ende ging 🙂
    werd ich mir merken, da genau das ein Problemthema ist, mit dem ich mich grade beschäftige.

  4. Die Idee ist ja mal wirklich genial, und so einfach :). Mich stören diese Plastiktütchen auch, vor allem kann man sie nicht mal wiederverwenden, weil sie so schnell einreißen.

    Da kommt die Idee mit den Wäschesäckchen genau richtig. Ich werde mich mal bei Amazon umschauen und einen Pack Wäschenetze kaufen, damit ich mein Obst und Gemüse auch so kaufen werde 🙂

    Liebe Grüße

    Mimi

  5. Geniale Idee. So einfach lässt sich ne Menge Plastik sparen.

    Ich kaufe immer relativ kleine Mengen und packe oft gar nicht ein…

  6. Liebe Anita,
    super Idee mit den Wäschesäcken! Ich nehme meist gar keine Tüte, weil ich eh immer mit so einem Körbchen einkaufen gehe, wo alles bequem reinpasst (: .
    Ansonsten würde ich aber an der Kasse das ganze Obst/Gemüse einfach wieder aus dem Säckchen nehmen, dann hat man kein Problem mit dem Einscannen etc., solange man nichts abwiegen musste, sondern die Etiketten bereits auf dem Obst/Gemüse kleben ^^ .
    Tüten, die nun mal anfallen, nutze ich weiter um darin mein Essen für Arbeit/Uni zu transportieren und irgendwann dann als Müllbeutel. Liebe Grüße (: .

    • anitaswelt sagt:

      Liebe Theresa
      das mit der Mehrfachverwendung finde ich eine sehr gute Idee. So nutzt man die Beutel wenigstens etwas länger, auch wenn das immer noch nichts ist, wenn man bedenkt, wie hartnäckig sich Plastik hält. Das kann ja nicht „einfach so“ abgebaut werden.

  7. Silberblut sagt:

    Ich nehme auch nie eine Tüte für Obst… Bei mir darf das Obst rumkullern 😉 Allerdings habe ich den Supermarkt direkt nebenan, daher auch keine langen Wege.
    Ich kaufe halt mit diesen schicken Stofftaschen ein, die landen auch abundzu in der Wäsche.

    Das Klebeetikettenproblem habe ich hier nicht, in den meisten Supermärkten wird ja direkt an der Kasse gewogen 🙂

    • anitaswelt sagt:

      Die Stofftaschen haben wir auch in allen möglichen Ausführungen und die werden auch zum Einkaufen genutzt. Da wir doch relativ grosse Mengen an Obst einkaufen, ist es schon besser, wenn da nicht alles so lose rumfliegt.

      Das ist ja klasse, hier ist alles in der Selbstbedienung mit Abwiegen in der Obst- und Gemüseabteilung. An der Kasse gibts da leider keine Möglichkeit.

  8. Ich habe grade überlegt. Meistens leg ich das Obst lose ins Körbchen und packe dann alles zusammen in eine Stofftasche.

  9. Eine tolle und so einfache Idee 🙂 Danke!!
    Liebe Grüße 🙂

  10. starfish sagt:

    Wir legen das meiste Obst und Gemüse einfach lose auf das Kassenband, und was leicht eine Sauerei ergeben könnte wird danach in einen normalen Stoffbeutel verpackt, vor allem Bananen. Yoghurt und co werden von uns sowieso im Beutel statt im Rucksack transportiert, von daher ist das kein Extraaufwand. Wenn ich daran denke nehme ich aber auch eine gebrauche Plastiktüte mit (ab und zu findet ja doch eine nach Hause), damit die Person an der Kasse nicht mit bloßen Händen stinkige Zwiebeln und Lauch anfassen muss.

    • anitaswelt sagt:

      Das Gemüse haben wir zum Glück im Abo und da wird alles in einem Korb geliefert. Lediglich das Obst holen wir aus dem Supermarkt und verpacken es dann in die Wäschenetze. Ich wünsche mir, dass die Plastikbeutel eines Tages aus den Supermärkten verbannt werden.

  11. Erbse sagt:

    Was für eine tolle Idee! 🙂
    Ich habe so eine gehäkelte Netztasche, wo ich meine Früchte immer reinmache. Aber da ich nur eine habe, vergesse ich die oft. So ein Wäschenetz ist ne tolle Alternative. Vielen Dank! ❤

    • anitaswelt sagt:

      Vielen Dank, liebe Erbse! Ich schaue auch, dass ich immer eine Stofftasche dabei habe, falls ich mal spontan einkaufen gehe und das Wäschenetz ist natürlich auch schon das eine oder andere Mal vergessen gegangen. In der Zwischenzeit hat es sich aber ganz gut eingependelt.

  12. Camillex sagt:

    Interessante Idee, darauf bin ich bisher noch gar nicht gekommen 😀

  13. Mona sagt:

    Ich habe einen dieser Stoff-klapp-Einkaufskörbe zum Einkaufen und denke mir immer, ich waschs ja eh nochmal bzw schäle es also kommt das Gemüse einfach lose zum Rest. Allerdings hab ich mir schon überlegt mir mal so einen ganz klassisch geflochtenen Korb zum Einkaufen zu kaufen 😊

    • anitaswelt sagt:

      Die klassischen Körbe gefallen mir auch sehr gut, doch zu Hause wären sie mir dann einfach zu sperrig. Da ziehe ich die Stoffbeutel vor, denn die kann ich platzsparend zusammenfalten und in den Schrank legen.

  14. Christina sagt:

    ich kaufe obst und gemüse nur auf dem markt oder im bioladen bzw. ab und an in einem obstladen hier an der ecke. da stellt sich dieses problem also gar nicht erst. trotzdem finde ich die idee ganz toll und nachahmenswert.

  15. Ginni sagt:

    Ui, das ist mal wirklich eine sehr coole und nachhaltige Idee, gefällt mir! Scheint auch sehr praktikabel, muss auch mal schauen, irgendwo habe ich auch noch Netze rumfliegen. Schade, dass viele Bio-Obst und Gemüsesorten in Supermärkten meist schon übertrieben in Plastik verpackt sind …

    • anitaswelt sagt:

      Bei unserem Supermarkt wurde mal nachgefragt warum das so ist. Die Antwort war folgendermassen: Bio-Gemüse muss eindeutig gekennzeichnet und unverwechselbar verpackt sein. Da der Anteil an Biogemüse kleiner ist als der Anteil an konventionellem, hätten sie sich dazu entschieden, diese Produkte fix in Plastik zu verpacken. Nur so sei eine Verwechslungsgefahr auszuschliessen.

  16. Super idee! Ich werde Dich gleich nachahmen! Im Bioladen bei mir in der Nähe ist Plastic leider auch noch problematisch. Auch für lose Ware gibt es Plastictüten. Ich werde morgen da mal nachfragen wieso eigentlich… Du hast mich mal ans Denken gesetzt, Danke auch dafür!

    • anitaswelt sagt:

      Vielen Dank, ich bin gespannt auf Deine Erfahrungen mit dem Wäschenetz und berichte doch bitte hier, was sie Dir im Laden auf Deine Frage geantwortet haben.

  17. Kleine Rückmeldung, wie gebeten… : Ich habe im Biomarkt nachgefragt und die sagten mir dass es ja unmöglich war auf was anderes um zu steigen. Da Kunden manchmal nicht ehrlich sind und teure Waren mit billigere Waren mischen in Papiertüten, und die Waren an der Kasse gewogen werden, usw… Najja… Es ist eigentlich nur Salat und Kleinere Sachen wie Bohnen und so den ich potentiell in eine Plastiktüte tun werde, also kaufe ich diese jetzt woanders wo ich keine Plastiktüten bräuchte…

    xxx

  18. Katarina sagt:

    Hallo,
    ich bin gerade zufällig hier auf diese Seite gestoßen und finde das eine gute Idee, nach Alternativen für diese tausend Plastikbeutel zu suchen.

    Nur – warum Wäschenetze? Und vor allem: Warum Wäschenetze für diesen Zweck extra kaufen? Schließlich bestehen sie (zumindest die, die ich gesehen habe) aus 100% Polyester und werden uns alle überleben. Um Jahrzehnte. Warum nicht eine Alternative aus Baumwolle suchen, abbaubare Naturfasern?
    Plastik vermeiden indem man Plastik dafür anschafft – ähh?!

    Vielleicht doch einzeln an der Kasse wiegen lassen (wo möglich) und dann in einen Baumwollbeutel oder den Einkaufskorb packen?

    Schöne Grüße,
    Katarina

    • anitaswelt sagt:

      Hallo Katarina,
      ganz einfach: selbst wenn die Wäschenetze aus Polyester und nicht aus Baumwolle sind, kann ich es lange Zeit verwenden. Die Säckchen, die man im Laden kriegt, fallen nach 2-3maliger Wiederverwendung auseinander und ich muss sie ersetzen. Wäschenetze kann ich im Idealfall jahrelang brauchen.
      Nur weil eine Verbesserung nicht optimal ist, heisst es nicht, dass sie nichts bringt. Mit kleinen Schritten in die richtige Richtung kommt man ebenfalls ans Ziel. Viele Menschen denken, sie können nur etwas bewirken, wenn sie alles auf einmal umstellen und das bitte auch gleich in Perfektion. Da verstehe ich, wenn jemand demotiviert aufhört, bevor er angefangen hat.
      Aus diesem Grund plädiere ich für den Weg der kleinen Schritte, denn jeder Schritt in die richtige Richtung zählt und hilft, Abfall zu vermeiden.
      An der Kasse wiegen lassen, geht in Schweizer Supermärkten leider nicht. Keine Chance. Aus diesem Grund habe ich nach einer Lösung gesucht und sie in den Wäschenetzen gefunden. Diese sind durchsichtig, denn die Kassiererin muss ja auch sehen, was drin ist.
      Viele Grüsse
      Anita

  19. Tina sagt:

    Hallo,
    ich habe immer eine Stofftasche dabei, ein Wäschenetz wäre aber noch leichter, super!
    Einen Eierkarton dabeizuhaben für lose Eier spart auch Müll.

    • anitaswelt sagt:

      Die Stofftasche kommt zum Einsatz, wenn ich das Wäschenetz zu Hause vergessen habe – was leider ab und an vorkommt.
      Der Tipp mit dem Eierkarton ist gut, danke Dir dafür. Da wir jedoch keine Eier kaufen, fällt das raus – dennoch hoffe ich, dass der Tipp anderen weiterhilft.


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