[GoGreen] Von Plastik und Früchten

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Wer kennt die Situation nicht, man steht vor dem Früchte- und Gemüseregal und will einkaufen. Wohin packt man die losen Einkäufe – genau in die angebotenen Plastiksäckchen. Diese sind mir schon seit Jahren ein Dorn im Auge, doch „ohne alles“ wollte ich mir weder Früchte noch Gemüse in die Einkaufstasche packen. Guter Rat war teuer.

Zum Glück gibt es die Ahnungslos Wissende, die mir mit ihrem damaligen Blogpost die Augen geöffnet und eine wunderbare Alternative aufgezeigt hat. Wir haben uns mit Wäschenetzen eingedeckt und verwenden diese jetzt regelmässig beim Einkauf sowie für den Transport von Früchten auf die Arbeit, wofür ich früher ebenfalls immer Plasticksäckchen verwendet habe.

Ein Detail störte mich dann doch an der ganzen Sache: die Klebeetikette hält einfach nicht auf dem Wäschenetz. Wie oft stand ich an der Kasse und die Klebeetikette war weg. Peinlich. Gerade wenn die Schlange hinter einem so richtig lang ist. Zurück zu den Plastiksäckchen wollte ich nicht, die Etikette einfach wo anders aufkleben ebenfalls nicht. Was also tun?

Die zündende Idee kam beim Einkaufen. Bei den Bananen hängt jeweils so ein Plastikteil mit angebrachter Klebeetikette dran. Diese habe ich runtergefriemelt, die Etikette sowie Klebespuren beseitigt und den Haken abgeschnitten. Das so massgeschneiderte Plastikteil habe ich an die Zugschnur gehängt und klebe seither die Etiketten da drauf. Hält wunderbar, erspart mir die peinlichen Momente an der Kasse und die Kassiererin findet die Etikette ganz einfach.

A propos Kassiererinnen, die Reaktionen waren bisher unterschiedlich. Die meisten scannen einfach stoisch den Strichcode, frei nach dem Motto, da ist ein Code drauf, dann passt das schon. Ein paar weitere haben zwar seltsam geguckt, dann aber einfach kommentarlos gescannt. Eine einzige schaute sich das Netz mit den Früchten darin genauer an und meinte: das ist ja eine geniale Idee!

Ich wünsche mir, dass eines Tages solche Netze in sämtlichen Supermärkten die Plastiksäckchen ersetzen. So könnte auf einfachste und nachhaltige Art und Weise eine Riesenmenge Plastikmüll vermieden werden. Nach einiger Zeit in Gebrauch kommen die Säckchen einfach zur Weisswäsche und sind danach wieder einsatzbereit.

Was haltet ihr von Wäschenetzen für den Früchte- und Gemüseeinkauf? Könntet ihr euch einen Umstieg vorstellen? Wie vermeidet ihr Plastikmüll?


[Serie] Stoffbinden im (Büro-)Alltag

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Im alten Jahr will ich unbedingt noch meine Serie zu wiederverwendbaren Stoffbinden fortführen und berichte heute über Stoffbinden im (Büro-)Alltag. Auf dem Bild seht ihr quasi die Grundausstattung, welche je nach Stärke der Mens beliebig erweiterbar ist.

Ich habe jeweils zwei Wetbags (oben auf dem Bild seht ihr stellvertretend einen im Turtles Design) – einen für die sauberen und einen für die benutzten Stoffbinden – in meiner Handtasche. Da ich im Büro nicht mit Handtasche auf Toilette gehe, habe ich die einzelnen Binden nochmals in kleinere Hüllen verpackt – genau wie bei Wegwerfbinden. Zum Wechseln nehme ich einfach eines der kleinen Päckchen aus dem Wetbag, stecke es in meine Hosentasche oder behalte es in der Hand. Ebenfalls mit nehme ich die kleine Sprühflasche, die ihr bereits aus dem letzten Post kennt.

Die Anzahl Binden hängt von der Stärke der Mens und der Binde (es gibt welche für leichte, mittlere, starke und sehr starke Blutung) ab. Als Richtwert kann man dieselbe Anzahl Stoffbinden mitnehmen, wie man Wegwerfbinden verwendet hat. Anfänglich lieber ein paar mehr, aber mit der Zeit hat man den Dreh sehr schnell raus.

Sowohl die sauberen als auch die benutzten Binden falte ich zusammen und verschliesse das „Päckchen“ mit dem Druckknopf an den Flügeln. So sind sie kompakt gefaltet und passen auch in kleinere Wetbags. Die benutzten Binden sprühe ich vor dem Zusammenfalten noch mit ein paar Pumpstössen aus der Sprühflasche ein, damit ich sie zu Hause einfacher reinigen kann.

Alles in allem ein einfaches alltags- und bürotaugliches System. Ob ich jetzt Wegwerfbinden oder wiederverwendbare Binden dabei habe, ist ein und dasselbe. Mit der kleinen Ausnahme, dass ich die benutzten nicht wegwerfe, sondern im zweiten Wetbag sammle und zu Hause reinige.

Für mich ist es mittlerweile total alltäglich und normal Stoffbinden zu verwenden und ich empfinde die Handhabung im Alltag sowie im Büro als einfach und problemlos.

Das Artikelverzeichnis

1. Wiederverwendbare Stoffbinden – Einführungspost

2. Reinigen und Waschen von Stoffbinden

3. Stoffbinden im (Büro-)Alltag

4. Stoffbinden im Urlaub

5. Bezugsquellen (Deutsch und Englisch)

6. Reviews


[Serie] Reinigen und Waschen von wiederverwendbaren Stoffbinden

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Im zweiten Beitrag meiner Serie „wiederverwendbare Stoffbinden“ geht es um das Reinigen und Waschen von Stoffbinden. Ich werde hier von meiner Methode berichten, es ist weder die einzige, noch die einzig richtige – hier muss jede selbst herausfinden, was für sie passend erscheint.

Meine „Ausrüstung“ umfasst die folgenden Gegenstände:

  • Sprühfläschchen
  • Buncha Farmer’s Stain Remover Stick
  • Wäschenetz

Bei der Reinigung unterscheide ich zwei Szenarien: unterwegs und zu Hause. Entsprechend unterschiedlich behandle ich die gebrauchten Stoffbinden.

Wenn ich unterwegs bin, habe ich weder Zeit noch Lust für eine sofortige ausgiebige Reinigung – ich möchte nicht auf einer öffentlichen Toilette gebrauchte Stoffbinden im Waschbecken auswaschen. Zum einen muss das nicht jede sehen, zum anderen empfinde ich diese Waschbecken nicht unbedingt als den geeigneten Ort in punkto Hygiene. Aus diesem Grund verwende ich dann jeweils das kleine Sprühfläschchen, welches ihr oben links auf dem Bild sehen könnt.

Das Sprühfläschchen enthält ein Wasser-Fleckenentferner-Gemisch. Hierfür schabe ich mit einem Küchenmesser ein paar Flocken des Buncha Farmer’s Stain Remover Sticks ab, gebe sie ins Fläschchen, fülle dieses mit Wasser auf und schüttle es. Die Flocken lösen sich auf und es bildet sich eine milchige Flüssigkeit.

Ich sprühe die benutzten Stoffbinden mit ein paar Sprühstössen ein und falte sie anschliessend zusammen. Wenn ich nach Hause komme (oder zu Hause bin, dann überspringe ich den ersten Schritt), wasche ich sie mit kaltem Wasser aus. Es ist essentiell wichtig, zum Auswaschen kaltes Wasser zu verwenden, da die im Blut enthaltenen Proteine bei warmem/heissem Wasser gerinnen und sich nur noch schlecht oder im Worst Case gar nicht mehr auswaschen lassen.

An dieser Stelle sei angemerkt: wer wiederverwendbare Stoffbinden verwendet, der kommt mit seinem Menstruationblut in Berührung. Wer damit nicht umgehen kann, der liest an dieser Stelle nicht weiter.

Ich wasche die Binden in kaltem Wasser im Waschbecken aus und das mit blossen Händen – für mich stellt das kein Problem dar. Je nach Anzahl der verwendeten Binden und Stärke der Blutung wechsle ich das Wasser im Waschbecken ein oder mehrere Male, bis sich kaum mehr Blut aus den Binden löst.

Sobald das Wasser also mehrheitlich klar bleibt, kommen wir zum nächsten Schritt: Ich nehme den Buncha Farmer’s Stain Remover Stick und rubble über allfällige Blutrückstände resp. die Stellen, an denen sich vorher Blut befand, bis sich feinporiger Schaum bildet. Danach falte ich die Binde in der Mitte und lasse das Ganze ein paar Stunden oder auch über Nacht einwirken.

Die Lagerung in dieser Zeit kann unterschiedlich aussehen: am Waschbeckenrand, in einem offenen Wetbag, in einem Eimer ohne Deckel – es gibt viele verschiedene Varianten. Wichtig ist einfach, dass jederzeit Sauerstoff an die Binden kommt und sie weder dunkel noch warm gelagert werden.

Nach ein paar Stunden oder spätestens am nächsten Morgen spüle ich die Binden nochmals mit kaltem Wasser, wringe sie aus und hänge sie anschliessend zum Trocknen auf. Nach diesem erneuten Auswaschen sind die meisten Flecken entfernt. Falls nicht, einfach nochmals mit dem Stick bearbeiten und erneut für ein paar Stunden liegen lassen.

Sobald die Binden getrocknet sind, kommen sie in das oben abgebildete Wäschenetz. Hier sammle ich alle vorgereinigten und trockenen Binden und gebe sie am Ende des Zyklus zur normalen Wäsche. Wichtig: legt bitte nur trockene Binden ins Wäschenetz, denn wenn sie aufgrund der Stapelung nicht richtig durchtrocknen können, kann es durchaus zu Schimmelbefall kommen und dann müsst ihr sie wegschmeissen. Also lieber etwas länger trocknen lassen als ein Risiko einzugehen! Ich verwende seit Februar 2013 wiederverwendbare Stoffbinden und hatte diesbezüglich noch nie irgendwelche Probleme, da ich sie wirklich gut durchtrocknen lasse.

Noch ein paar Worte zum Waschen: ich gebe die Stoffbinden gesammelt im Wäschenetz am Ende der Menstruation zur normalen Wäsche. Man kann sie auch separat waschen, wirklich notwendig ist es aber nicht. Dazu verwende ich normales Waschpulver aber KEINEN Weichspüler. Weichspüler vermindert die Saugfähigkeit der Stoffbinden und ist somit hochgradig kontraproduktiv. Bitte unbedingt vermeiden!

Wenn ihr bei der restlichen Wäsche nicht auf Weichspüler verzichten wollt, dann wascht die Stoffbinden separat, ich persönlich wasche sie zusammen mit der Bettwäsche. Nach dem Waschen hänge ich sie erneut am Wäscheständer auf und lasse sie ausgiebig trocknen. Da Stoffbinden aus mehreren Lagen bestehen, können sie sich aussen trocken anfühlen, auch wenn sie im Kern noch feucht sind, lasst sie also lieber ein paar Tage länger hängen. Sobald sie wirklich trocken sind, kommen sie in eine eigens für Stoffbinden reservierte Schublade in meinem Kleiderschrank und warten da auf ihren nächsten Einsatz.

Das Artikelverzeichnis

1. Wiederverwendbare Stoffbinden – Einführungspost

2. Reinigen und Waschen von Stoffbinden

3. Stoffbinden im (Büro-)Alltag

4. Stoffbinden im Urlaub

5. Bezugsquellen (Deutsch und Englisch)

6. Reviews


[Serie] Wiederverwendbare Stoffbinden – Einführungspost

Heute geht es um ein klassisches Frauenthema: die Menstruation und die Produkte, die wir während derselben verwenden. Das Thema wiederverwendbare Mensturationsprodukte wurde schon des öfteren auf verschiedenen Blogs besprochen und es ging hierbei meistens um die Menstruationstassen. Diese betrachte ich eher als Ersatz für Tampons, doch was ist mit den Frauen und Mädchen, welche nicht oder nur ungern Tampons verwenden? Hier gibts ebenfalls eine Alternative nämlich die wiederverwendbaren Stoffbinden. Ich selbst habe den Wechsel von Wegwerfbinden auf wiederverwendbare Stoffbinden Anfang 2013 gemacht und kann mir ein zurück seitdem nicht mehr vorstellen.

Mit dem heutigen Post möchte ich euch eine erste Übersicht liefern, was es überhaupt an wiederverwendbaren Stoffbinden gibt. Gleichzeitig soll dieser Post der Auftakt zu einer ganzen Serie sein, denn mit der Thematik kommen auch viele Fragen auf: Wie werden Stoffbinden gereinigt? Wie mache ich das im Büro? Wie funktioniert es im Urlaub? Wo bestelle ich? Welche Marken gibt es? Und so weiter und so fort. Ihr dürft also gespannt sein!

Im heutigen Einführungspost zeige ich euch, welche Modelle es gibt und wie sie sich unterscheiden. Im Grundsatz gibt es zwei Typen von wiederverwendbaren Stoffbinden: Sogenannte „All in one“ Stoffbinden und solche, die aus einem Träger und auswechselbaren Einlagen bestehen. Diese beiden Modelle stelle ich euch im Folgenden vor.

Beginnen wir mit den „All in one“ Stoffbinden. Diese funktionieren wie die normalen Wegwerfbinden à la Always und Co., die sicher jede von uns kennt. Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass sie nach dem Gebrauch nicht entsorgt, sondern ausgewaschen und wiederverwendet werden. Diese „All in one“ Stoffbinden gibt es in allen möglichen Formen, Farben, Mustern und Grössen:

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Auf beiden Bildern seht ihr rechts jeweils eine „normale“ Stoffbinde, welche ungefähr einer handelsüblichen Always Ultra Binde entspricht, sowie eine kleinere, die als Binde für leichte Tage (oben links) oder als Slipeinlage (unten links) dient. Die Hersteller sind mannigfaltig, die Muster ebenfalls und die bunten Stoffe machen total gute Laune.

Die wiederverwendbaren Stoffbinden halten nicht durch Klebstoffe oder ähnliches im Slip, sondern sie werden mittels Druckknopf befestigt. Dadurch und durch den verwendeten Stoff auf der Unterseite wird ein Herumrutschen verhindert. Zudem wird empfohlen, eher enganliegende Unterwäsche zu tragen. Generell hatte ich hier noch mit keiner von mir verwendeten Marke Probleme, dass die Binden nicht gut sassen oder gar herumrutschten.

Der zweite Typ sind die Modelle bestehend aus Träger und wechselbarer Einlage. Das schaut dann so aus:

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Links seht ihr den Träger und rechts die Einlagen. Letztere werden durch die beiden gezackten, dunkelblauen Bänder geschoben und werden von diesen fixiert. Ungefähr nach der Zeit, nach der ihr eine Wegwerfbinde wechseln würdet, wechselt ihr die Einage aus. So kann ganz einfach berechnet werden, wieviele Träger (einen pro Tag der Menstruation) und wieviele Einlagen (soviele, wie ihr Wegwerfbinden benötigt) für eine Menstruation benötigt werden. Zudem hängt die Anzahl davon ab, ob ihr während der Menstruation waschen wollt (oder könnt) oder ob ihr alle Binden und Einlagen am Ende der Menstruation zusammen wascht. Bei den „All in one“ Binden berechnet sich der Verbrauch analog zu den Einlagen, da hier jeweils die ganze Binde gewechselt wird.

Bei diesem System sind die bunten Muster im Gegensatz zu den „All in one“ Binden auf der Rückseite des Trägers angebracht, was ich persönlich ein bisschen schade finde.

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Meine Erfahrungen mit den wiederverwendbaren Stoffbinden sind durchwegs positiv. Hatte ich früher während der Menstruation oftmals Krämpfe und Rückenschmerzen, waren diese ab der ersten Verwendung deutlich gemildert. Mittlerweile sind sie ganz verschwunden und ich merke oftmals nicht, dass ich überhaupt meine Tage habe. Ausserdem komme ich so nicht mehr in die Situation, Notkäufe tätigen zu müssen – es ist ja immer alles vorhanden.

Dazu kommt, dass ich nie irgendwelche „Lecks“ hatte oder eine Binde nicht gehalten hätte. Des weiteren sind sie viel angenehmer zu tragen, denn dieses fiese „Plastikgefühl“ stellt sich zu keinem Zeitpunkt – nicht einmal im Hochsommer – ein. Ich hatte zudem gegen Ende der Menstruation immer Probleme damit, dass mich die Wegwerfbinden seitlich wundgescheuert haben. Mit den wiederverwendbaren Binden habe ich dieses Problem glücklicherweise nicht mehr. Ihr seht, ich bin voll und ganz zufrieden und bereute den Umstieg nicht ein einziges Mal.

Ein weiterer Vorteil ist die verringerte Umweltbelastung. Wenn jede für sich hochrechnet, was sie in ihrem Leben alles an Binden und/oder Tampons verbraucht und welche Müllberge das erzeugt, dann ist das echt viel! Eine Stoffbinde kann bei entsprechender Pflege gut und gerne fünf Jahre verwendet werden.

Wie denkt ihr über wiederverwendbare Menstruationsprodukte? Welche Fragen hättet ihr nach diesem Grundlagenpost gerne beantwortet? Untenstehend seht ihr das von mir geplante Artikelverzeichnis, welches jedoch im Laufe der Serie und durch eure Fragen laufend angepasst, erweitert und ergänzt werden kann. Zudem beantworte ich eventuelle Fragen gerne in den jeweiligen Artikeln – also immer her damit!

Das Artikelverzeichnis

1. Wiederverwendbare Stoffbinden – Einführungspost

2. Reinigen und Waschen von Stoffbinden

3. Stoffbinden im (Büro-)Alltag

4. Stoffbinden im Urlaub

5. Bezugsquellen (Deutsch und Englisch)

6. Reviews


[GoGreen] Wiederverwendbare Abschminkpads

Auch wenn ich die [GoGreen] Kategorie ein Jahr lang sträflich vernachlässigt habe, ist doch einiges gegangen – bisher hat es einfach noch nichts davon auf den Blog geschafft. Doch nun gibt es einen neuen Post und den guten Vorsatz, öfter etwas in dieser Kategorie zu schreiben.

Seit längerem denke ich viel über eine nachhaltigere Lebensweise nach. Das kann nun natürlich alles oder nichts heissen und doch kann jede/r dazu beitragen. Eines der Themen, die mich schon seit längerem beschäftigen, ist das Thema Abfall. Wir produzieren regelrechte Abfallberge und ich versuche diese zu reduzieren.

Alles auf einmal zu verbessern versuchen, führt meiner Erfahrung nach zu blindem Aktionismus und dieser ist definitiv nicht nachhaltig. Somit habe ich mich entschieden, einen Schritt nach dem anderen zu machen. Da, wo mich ein Produkt überzeugt, wird umgestellt. Langsam, stetig, eins nach dem andern. Den Anfang auf dem Blog macht das folgende Produkt:

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Im Titel habe ich sie „wiederverwendbare Abschminkpads“ genannt. Im Grunde genommen sind sie einfach ein Ersatz für die Wattepads, die wir Frauen doch oftmals in grösseren Mengen verbrauchen. Hier wollte ich Abfall vermeiden, habe mich nach Alternativen umgeschaut und wurde schliesslich auf Etsy fündig. Die beiden Pads sind jeweils eines von zehn Stück. Es gibt sie in verschiedenen Farben, uni oder gemustert. Ich habe mir für ein hübsches gezacktes Grün sowie für blaue und weisse Sternchen entschieden. Es sollten helle Farben sein, damit ich auch prüfen kann, wie gut die Reinigung war.

Die gebrauchten Pads kommen anschliessend in ein kleines Wäschesäckchen und werden mit der normalen Wäsche mitgewaschen. Anschliessend lege ich sie auf dem Badewannenrand zum Trocknen aus und schon sind sie wieder einsatzbereit.

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An dieser Stelle bitte ich jede Leserin kurz innezuhalten und nachzurechnen wieviele Wattepads in einer Woche/Monat/Jahr zusammenkommen und wie gross dieser Abfallberg ist. Letzten Endes muss jede diesen Entscheid selber fällen, doch oft ist man sich nicht bewusst, wie gross die Abfallberge sind. Dazu weiss man vielfach nicht, dass es Alternativen gibt. Ich habe die wiederverwendbaren Abschminkpads entdeckt und mich bewusst dafür entschieden.

Die Pads sind gut verarbeitet, superweich, flauschig und funktionieren bei mir gleich gut wie die normalen Wattepads. Das Sammeln im Wäschenetz, das Waschen und anschliessende Trocknen stören mich nicht und geben auch nicht soooo viel Mehraufwand. Dazu finde ich die Aufbewahrung platzsparender und schöner anzusehen als diese langen Wattepadrollen:

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Das hübsche Glas ist von IKEA und passt perfekt in mein Badezimmerschränkchen. Die verschiedenen Prints gefallen mir total gut und peppen das ganze auf. Ich mags definitiv lieber bunt als weiss.

Noch kurz zu den „technischen Daten“ der Pads: sie haben einen Durchmesser von ca. 6.5cm und bestehen aus zwei Lagen Baumwollflannell. Von der Naht spüre ich nichts im Gesicht, ich rubbel aber auch nicht superheftig. Das Pad ist gross genug, so dass man bei sehr empfindlichen Stellen gut nach innen ausweichen kann. Zum erwähnten Etsy Shop gehts hier lang. Ich habe meine beiden Sets dort gekauft und war sehr zufrieden mit Lieferung und Verpackung sowie den fairen Portokosten.

Ich verwende diese Pads ausschliesslich zum Abschminken. Für das Entfernen von Nagellack nehme ich weiterhin Wattepads, da sich die wiederverwendbaren hierfür nicht eignen. Ich habe es zwar nicht explizit ausprobiert, gehe jedoch davon aus, dass sich der Nagellack nicht auswaschen lässt. Dazu kommt, dass ich Pads mit Nagellackfarbe sowie Nagellackentferner drauf nicht mit der restlichen Wäsche zusammen waschen möchte. Ich kann nicht abschätzen, was insbesondere der Nagellackentferner bei der Wäsche anrichten könnte und rate somit ausdrücklich davon ab!

Fazit: Ich habe für mich ein tolles funktionierendes Produkt entdeckt, mit dem ich meinen Abfallberg reduzieren kann. Durch die Wiederverwendbarkeit haben Abschminkpads eine lange Lebendsauer. Die verschiedenen Farben und Muster bringen Pep ins Badezimmer und ich freue mich jeweils total, wenn ich zu diesem Produkt greife.

Kennt ihr wiederverwendbare Abschminkpads? Welche wiederverwendbaren Produkte nutzt ihr? Wie steht ihr generell zu solchen Produkten?


[GoGreen] Multi Use Product #2

Als zweites Multi Use Product möchte ich euch das Jojobaöl von Aubrey Organics vorstellen. Das erste Fläschchen neigt sich bereits dem Ende zu, das Backup steht zum Glück schon im Schrank bereit.

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Dieses Produkt nutze ich nicht wie angegeben als „Hot Oil Treatment“, sondern benutze es quasi zimmerwarm. Es kommt in verschiedenen Funktionen zur Anwendung:

  • für die Haare
  • zum Abschminken
  • fürs Gesicht

Das Jojobaöl verwende ich am meisten für die Haare. Eine kleine Abfüllung habe ich in meinem Kosmetiktäschchen, damit ich immer darauf zurückgreifen kann. Meine Spitzen lieben dieses Öl und wenn sie mal wieder völlig verwuschelt aus dem Dutt kommen, verreibe ich etwas Öl in meiner Hand und massiere es in die Spitzen ein. Das Öl wird vollständig aufgesogen und die Haare sind danach nicht strähnig, sondern seidenweich und wieder glatt.

Auch beim Abschminken leistet Jojobaöl erstklassige Dienste. Mascara und Kajal gehen runter wie nichts und ich ziehe Öl jeglichen anderen Abschminkprodukten ganz klar vor. Dazu gebe ich einfach etwas Öl auf ein Pad und wische über die Augen.

Jojobaöl kann auch als Gesichtsöl verwendet werden. Jetzt wo es langsam aber sicher auf den Frühling zugeht, merke ich jedoch, dass Öl zu reichhaltig wird und muss schauen, was ich in den wärmeren Tagen verwenden werde. Ein separater Post hierzu folgt.


[GoGreen] Multi Use Product #1

Mein erster Post in dieser Kategorie dreht sich um die Thematik der vielen Pöttchen und Cremes, die bei uns so rumstehen. Jedes dieser Produkte hat eine Verpackung und diese ist meistens aus Plastik. Leider ist es zur Zeit nicht möglich, sämtliche Produkte in umweltschonenden oder gar wiederverwendbaren Verpackungen zu kaufen. Was nun?

Meine Lösung sind sogenannte Multi Use Products. Was verstehe ich unter diesem wohlklingenden englischen Begriff? Ganz einfach, das sind Produkte, die nicht nur einem Zweck dienen, sondern mehrfach verwendet werden können.

Auf dem ersten Foto sehr ihr die Produkte, die ich mit dem heutigen Multi Use Product zu ersetzen gedenke. Sobald eines der Produkte (und ggf. auch bereits gekaufte Backups) leer ist, wird es durch das Multi Use Product ersetzt.

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Es handelt sich hier um so verschiedenartige Produkte wie die Heymountain Woodstock Haircream, den Nagelbalsam von p2, die Balea Urea Fusscreme, die Balea Splashy Kiwi Bodylotion und die Balea Handlotion Himbeere. Wenn ich an Reisen, Festivals oder ein Wochenende bei Freunden oder der Familie denke, wäre doch der Gedanke nur ein Produkt anstelle von fünf Produkten einpacken zu müssen verlockend oder? 

Hier seht ihr das Multi Use Product #1:

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Die alverde Körperbutter Blutorange Holunderblüte.

Diese Körperbutter habe ich ursprünglich für die Haare gekauft und somit von Anfang an zweckentfremdet oder positiv ausgedrückt: für mehr verwendet, als sie eigentlich vorgesehen wäre.

Auf die Idee, die alverde Körperbutter Blutorange Holunderblüte (oder jede beliebige andere alverde Körperbutter) als Multi Use Product zu verwenden, kam ich aus der Not heraus: Ich war über Nacht auswärts und stellte fest, dass ich meine Fusscreme vergessen hatte. Kurzerhand wurden die Füsse mit der alverde Körperbutter eingeschmiert und das hat prima geklappt. So war eine Idee geboren: ich prüfte weitere Einsatzgebiete für die alverde Körperbutter und wurde prompt fündig. Auch was den Abfall angeht, werde ich mit einem Produkt anstelle deren fünf sicher weniger produzieren.

Wie steht ihr zu dieser Thematik? Habt ihr auch Multi Use Products?