[Serie] Stoffbinden – Review Libadi

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Mit dem heutigen Post starte ich die Reviews zu den Stoffbinden verschiedener Hersteller. Den Anfang macht Libadi aus Deutschland. Ein grosser Vorteil ist natürlich die deutsche Sprache. So gestalten sich Einkauf und Kontakt wesentlich einfacher, als wenn man in Übersee bestellt. Dazu kommen die tieferen Portokosten und die kürzere Versanddauer.

Ich habe von Lisa letztes Jahr im Oktober drei Stoffbinden zum Testen erhalten und jetzt ist es Zeit für ein Fazit. Was als erstes auffällt, ist die eckige Form der Libadis. Wir sind durch die Wegwerfbinden dermassen auf die runde Form geprägt, dass viele Bedenken haben oder nach Unterschieden im Tragekomfort fragen. Da kann ich euch vorab beruhigen: es gibt keinerlei Unterschied und die eckige Form ist nicht im geringsten spürbar.

Getestet habe ich eine Slipeinlage sowie zwei Stoffbinden in Grösse S bzw. M. Die Eulenprints finde ich absolut goldig und sie wurden schnell zu meinen Favoriten.

Die Slipeinlagen gibts bei Libadi in zwei Versionen: mit oder ohne Nässeschutz. Ich hatte erstere Version, deren Stärke am grünen Druckknopf erkennbar ist. Die „technischen Daten“ sind gemäss Homepage wie folgt:

Oberstoff: Baumwolle (teilw. Flanell)

Saugkern: Baumwollfleece

Unterstoff: Fleece

Länge ca. 17,5 cm

grüner Druckknopf als Farbcode für die Stärke / Größe

Baumwolle als Oberstoff empfinde ich als sehr komfortabel und Fleece als Unterstoff verhindert das Rumrutschen. Die Reinigung ging problemlos vonstatten und alle drei Stoffbinden schauen aus wie neu.

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Libadi Slipeinlage

Als ich mich für Stoffbinden zu interessieren begann, war eine meiner grössten Befürchtungen immer, dass die so furchtbar dick sein könnten. Halt so wie die Wegwerfbinden Anfang der 90er und noch vor Always und Co. Die Dicke ist natürlich abhängig von der Saugkraft, doch sie stehen meiner Meinung nach den Wegwerfbinden in vergleichbarer Stärke in nichts nach.

Kommen wir zu den Stoffbinden. Hier habe ich zwei Stück erhalten, eine in Grösse S und eine in Grösse M. Beginnen wir mit der kleineren und wiederum mit den „technischen Daten“. Hierzu gibt es folgende Informationen:

Oberstoff: Baumwolle

Saugkern: Bambusfleece

PUL Nässeschutzschicht

Unterstoff: Fleece

Länge ca. 20 cm

blauer Druckknopf als Farbcode für die Stärke / Größe

Zur Nässeschutzschicht gibt es folgendes zu sagen: PUL steht für Polyurethan laminated und ist eine spezielle Beschichtung, die dafür sorgt, dass keine Flüssigkeit nach aussen dringt. Ich höre schon die Alarmglocken klingen, doch keine Angst! Das Besondere an PUL ist, dass es zwar keine Flüssigkeit nach aussen, dafür jedoch Luft nach innen dringen lässt. Somit sorgt PUL für zusätzlichen Schutz, ohne jedoch die Luftzirkulation zu unterbinden.

Der Tragekomfort ist hoch und die Luftzirkulation zu jedem Zeitpunkt gegeben. Ich bin dankbar, dass dieses stickig-schweissige Gefühl, wie ich es bei den Wegwerfbinden immer hatte, nun mit den Stoffbinden ein Ende gefunden hat. Dank dem Fleece als Unterstoff rutscht auch hier nichts.

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Libadi Stoffbinde M

Auch hier als erstes die obligaten „technischen Daten“ von der Website:

Oberstoff: Baumwolle (Flanell)

Saugkern: Bambusfleece

PUL Nässeschutzschicht

Unterstoff: Fleece

Länge ca. 22 cm

gelber Druckknopf als Farbcode für die Stärke / Größe

Die Stoffbinde der Grösse M ist mein Favorit, entspricht sie doch ziemlich genau einer Always Ultra Normal Plus. Auch hier kann ich mich nur wiederholen, dank dem Fleece als Unterstoff rutscht nichts und die Binde absorbiert zuverlässig. Beim Wechseln empfehle ich, den Rhythmus beizubehalten, den ihr schon mit den Wegwerfbinden hattet. Als erste Faustregel ist das durchaus zuverlässig. Mit zunehmender Routine kann man experimentieren, welche Dauer zu welchem Zeitpunkt der Menstruation möglich ist.

Fazit: Eine absolut empfehlenswerte Marke. Wenn ihr einen Einstieg in die Welt der wiederverwendbaren Stoffbinden sucht, kurze Transportwege und Beratung in Deutsch bevorzugt, dann seid ihr bei Libadi genau richtig. Die eckige Form steht der runden in nichts nach und ich kann absolut keinen Unterschied feststellen. Dass die unterschiedlichen Modelle durch verschiedenfarbige Druckknöpfe gekennzeichnet werden, gefällt mir sehr gut. So weiss man immer, welches Modell man nun vor sich hat.

Kennt ihr Libadis? Verwendet ihr Stoffbinden? Wäre für euch ein Umstieg denkbar?

Diese Produkte wurden mir von Libadi kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank.

Das Artikelverzeichnis

1. Wiederverwendbare Stoffbinden – Einführungspost

2. Reinigen und Waschen von Stoffbinden

3. Stoffbinden im (Büro-)Alltag

4. Stoffbinden im Urlaub

5. Bezugsquellen (Deutsch und Englisch)

6. Reviews

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[Serie] Stoffbinden – Bezugsquellen (Deutsch und Englisch)

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Heute biegen wir in dieser Serie auf die Zielgeraden ein. Dieses Mal geht es um eine reine Aufstellung meiner Bezugsquellen – ohne Wertung, ohne Rangierung. Ich sehe diesen Blogpost mehr als ein Verzeichnis an, welches nach geographischen Gesichtspunkten geordnet ist.

Ausgewählt habe ich diejenigen Shops, von denen ich selbst auch Stoffbinden habe und verwende. Geordnet sind sie nach Land und innerhalb des jeweiligen Landes nach Alphabet. Einige betreiben Etsy Shops, andere verkaufen über Facebook und wieder andere haben eine eigene Website – ein buntes Potpourri also. Ich wünsche euch viel Spass beim Stöbern!

 

Australien

Clothcycle

 

Deutschland

Libadi

Lunapads

 

England

LadyDaysClothPads

 

Kanada

PrettyEcoIntimates

 

Luxemburg

Tiktaks by Tamari

 

USA

FigLeavesPads

GaiaMoonPads

Jaimie’s Pretty Pads

MamaKloth

TheSilverLiner

yurtcraft

 

Das Artikelverzeichnis

1. Wiederverwendbare Stoffbinden – Einführungspost

2. Reinigen und Waschen von Stoffbinden

3. Stoffbinden im (Büro-)Alltag

4. Stoffbinden im Urlaub

5. Bezugsquellen (Deutsch und Englisch)

6. Reviews


[Serie] Stoffbinden im Urlaub

Im letzen Sommer war es soweit, es stand mein erster Urlaub an, in dem ich Stoffbinden verwenden wollte. Was habe ich alles eingepackt? Zum einen natürlich Stoffbinden in verschiedenen Grössen, Wetbags, den Buncha Farmer’s Stain Remover Stick sowie das Sprühfläschchen. Im Prinzip also dieselbe Ausstattung wie für den (Büro-)Alltag, ergänzt durch eine IKEA Miniwäschespinne sowie weitere Wetbags.

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Die IKEA Miniwäschespinne habe ich mitgenommen, weil wir auf unserer Rundreise in Hotels und B&Bs übernachtet haben. Dort konnte ich sie aufhängen und die ausgewaschenen Pads trocknen lassen. Wenn man ein bisschen kreativ ist, dann wird man in jedem Zimmer fündig: die Duschvorhangstange oder ein Lampenschirm eignen sich perfekt. Kleiderhaken etc. sind hingegen weniger geeignet, weil die Spinne dann nicht frei hängen kann.

Da wir praktisch jede Nacht an einem anderen Ort verbracht haben, musste ich die Spinne jeden Tag aufs neue wieder ein- und auspacken. Die Spinne kann sehr platzsparend zusammengeklappt werden:

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Die Stoffbinden habe ich auf drei Wetbags aufgeteilt: im ganz grossen (das ist der oben auf dem Bild mit dem Blumenmuster) habe ich die unbenutzten im Stoffabteil (luftdurchlässig), in den beiden kleineren die ausgewaschenen benutzten (unterteilt in noch nass und bereits trocken) transportiert.

Wenn wir morgens nach dem Frühstück los sind, habe ich die ausgewaschenen Stoffbinden in die Wetbags gesteckt, die Reissverschlüsse jedoch offen gelassen wegen der Luftzirkulation. Wenn wir dann das nächste Zimmer bezogen habe, war die erste Handlung jeweils die Spinne aufzuhängen und die nassen Stoffbinden zum Trocknen rauszuholen.

Alles in allem ist es sicher mehr Arbeit als Wegwerfbinden – klar, man schmeisst ja nichts weg, sondern reinigt sie zur Wiederverwendung – doch mir ist es das mehr als wert. Dennoch empfand ich es als total easy, mich auch im Urlaub um die Stoffbinden zu kümmern. Die Miniwäschespinne brauchte nicht viel Platz im Koffer und auch die Wetbags waren rasch verstaut.

Zu „Pillenzeiten“ war es mir immer wichtig, den Urlaub so zu planen, dass er immer schön an der Menstruation vorbeiging. Das ist jetzt ohne Pille zum einen nicht mehr so einfach, zum anderen aber irgendwie auch nicht mehr nötig. Ich fühle mich so viel wohler und es ist jetzt absolut unwichtig, ob ich nun im Urlaub meine Tage habe oder nicht.

Von diesem Phänomen habe ich schon des öfteren gelesen. Wenn man den Umstieg auf Stoffbinden wagt, dann setzt man sich automatisch intensiver mit dem eigenen Zyklus auseinander und entwickelt so eine positive Grundhaltung. Was früher bestenfalls lästig und negativ behaftet war, wird nun integriert, akzeptiert und positiv konnotiert. Für diesen Prozess und diese Wandlung bin ich sehr dankbar und möchte diese Erfahrungen nicht missen.

Frage an diejenigen unter euch, die ebenfalls auf wiederverwendbare Menstruationsprodukte umgestiegen sind, was sind eure Erfahrungen diesbezüglich?

Das Artikelverzeichnis

1. Wiederverwendbare Stoffbinden – Einführungspost

2. Reinigen und Waschen von Stoffbinden

3. Stoffbinden im (Büro-)Alltag

4. Stoffbinden im Urlaub

5. Bezugsquellen (Deutsch und Englisch)

6. Reviews


[Serie] Stoffbinden im (Büro-)Alltag

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Im alten Jahr will ich unbedingt noch meine Serie zu wiederverwendbaren Stoffbinden fortführen und berichte heute über Stoffbinden im (Büro-)Alltag. Auf dem Bild seht ihr quasi die Grundausstattung, welche je nach Stärke der Mens beliebig erweiterbar ist.

Ich habe jeweils zwei Wetbags (oben auf dem Bild seht ihr stellvertretend einen im Turtles Design) – einen für die sauberen und einen für die benutzten Stoffbinden – in meiner Handtasche. Da ich im Büro nicht mit Handtasche auf Toilette gehe, habe ich die einzelnen Binden nochmals in kleinere Hüllen verpackt – genau wie bei Wegwerfbinden. Zum Wechseln nehme ich einfach eines der kleinen Päckchen aus dem Wetbag, stecke es in meine Hosentasche oder behalte es in der Hand. Ebenfalls mit nehme ich die kleine Sprühflasche, die ihr bereits aus dem letzten Post kennt.

Die Anzahl Binden hängt von der Stärke der Mens und der Binde (es gibt welche für leichte, mittlere, starke und sehr starke Blutung) ab. Als Richtwert kann man dieselbe Anzahl Stoffbinden mitnehmen, wie man Wegwerfbinden verwendet hat. Anfänglich lieber ein paar mehr, aber mit der Zeit hat man den Dreh sehr schnell raus.

Sowohl die sauberen als auch die benutzten Binden falte ich zusammen und verschliesse das „Päckchen“ mit dem Druckknopf an den Flügeln. So sind sie kompakt gefaltet und passen auch in kleinere Wetbags. Die benutzten Binden sprühe ich vor dem Zusammenfalten noch mit ein paar Pumpstössen aus der Sprühflasche ein, damit ich sie zu Hause einfacher reinigen kann.

Alles in allem ein einfaches alltags- und bürotaugliches System. Ob ich jetzt Wegwerfbinden oder wiederverwendbare Binden dabei habe, ist ein und dasselbe. Mit der kleinen Ausnahme, dass ich die benutzten nicht wegwerfe, sondern im zweiten Wetbag sammle und zu Hause reinige.

Für mich ist es mittlerweile total alltäglich und normal Stoffbinden zu verwenden und ich empfinde die Handhabung im Alltag sowie im Büro als einfach und problemlos.

Das Artikelverzeichnis

1. Wiederverwendbare Stoffbinden – Einführungspost

2. Reinigen und Waschen von Stoffbinden

3. Stoffbinden im (Büro-)Alltag

4. Stoffbinden im Urlaub

5. Bezugsquellen (Deutsch und Englisch)

6. Reviews


[Serie] Reinigen und Waschen von wiederverwendbaren Stoffbinden

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Im zweiten Beitrag meiner Serie „wiederverwendbare Stoffbinden“ geht es um das Reinigen und Waschen von Stoffbinden. Ich werde hier von meiner Methode berichten, es ist weder die einzige, noch die einzig richtige – hier muss jede selbst herausfinden, was für sie passend erscheint.

Meine „Ausrüstung“ umfasst die folgenden Gegenstände:

  • Sprühfläschchen
  • Buncha Farmer’s Stain Remover Stick
  • Wäschenetz

Bei der Reinigung unterscheide ich zwei Szenarien: unterwegs und zu Hause. Entsprechend unterschiedlich behandle ich die gebrauchten Stoffbinden.

Wenn ich unterwegs bin, habe ich weder Zeit noch Lust für eine sofortige ausgiebige Reinigung – ich möchte nicht auf einer öffentlichen Toilette gebrauchte Stoffbinden im Waschbecken auswaschen. Zum einen muss das nicht jede sehen, zum anderen empfinde ich diese Waschbecken nicht unbedingt als den geeigneten Ort in punkto Hygiene. Aus diesem Grund verwende ich dann jeweils das kleine Sprühfläschchen, welches ihr oben links auf dem Bild sehen könnt.

Das Sprühfläschchen enthält ein Wasser-Fleckenentferner-Gemisch. Hierfür schabe ich mit einem Küchenmesser ein paar Flocken des Buncha Farmer’s Stain Remover Sticks ab, gebe sie ins Fläschchen, fülle dieses mit Wasser auf und schüttle es. Die Flocken lösen sich auf und es bildet sich eine milchige Flüssigkeit.

Ich sprühe die benutzten Stoffbinden mit ein paar Sprühstössen ein und falte sie anschliessend zusammen. Wenn ich nach Hause komme (oder zu Hause bin, dann überspringe ich den ersten Schritt), wasche ich sie mit kaltem Wasser aus. Es ist essentiell wichtig, zum Auswaschen kaltes Wasser zu verwenden, da die im Blut enthaltenen Proteine bei warmem/heissem Wasser gerinnen und sich nur noch schlecht oder im Worst Case gar nicht mehr auswaschen lassen.

An dieser Stelle sei angemerkt: wer wiederverwendbare Stoffbinden verwendet, der kommt mit seinem Menstruationblut in Berührung. Wer damit nicht umgehen kann, der liest an dieser Stelle nicht weiter.

Ich wasche die Binden in kaltem Wasser im Waschbecken aus und das mit blossen Händen – für mich stellt das kein Problem dar. Je nach Anzahl der verwendeten Binden und Stärke der Blutung wechsle ich das Wasser im Waschbecken ein oder mehrere Male, bis sich kaum mehr Blut aus den Binden löst.

Sobald das Wasser also mehrheitlich klar bleibt, kommen wir zum nächsten Schritt: Ich nehme den Buncha Farmer’s Stain Remover Stick und rubble über allfällige Blutrückstände resp. die Stellen, an denen sich vorher Blut befand, bis sich feinporiger Schaum bildet. Danach falte ich die Binde in der Mitte und lasse das Ganze ein paar Stunden oder auch über Nacht einwirken.

Die Lagerung in dieser Zeit kann unterschiedlich aussehen: am Waschbeckenrand, in einem offenen Wetbag, in einem Eimer ohne Deckel – es gibt viele verschiedene Varianten. Wichtig ist einfach, dass jederzeit Sauerstoff an die Binden kommt und sie weder dunkel noch warm gelagert werden.

Nach ein paar Stunden oder spätestens am nächsten Morgen spüle ich die Binden nochmals mit kaltem Wasser, wringe sie aus und hänge sie anschliessend zum Trocknen auf. Nach diesem erneuten Auswaschen sind die meisten Flecken entfernt. Falls nicht, einfach nochmals mit dem Stick bearbeiten und erneut für ein paar Stunden liegen lassen.

Sobald die Binden getrocknet sind, kommen sie in das oben abgebildete Wäschenetz. Hier sammle ich alle vorgereinigten und trockenen Binden und gebe sie am Ende des Zyklus zur normalen Wäsche. Wichtig: legt bitte nur trockene Binden ins Wäschenetz, denn wenn sie aufgrund der Stapelung nicht richtig durchtrocknen können, kann es durchaus zu Schimmelbefall kommen und dann müsst ihr sie wegschmeissen. Also lieber etwas länger trocknen lassen als ein Risiko einzugehen! Ich verwende seit Februar 2013 wiederverwendbare Stoffbinden und hatte diesbezüglich noch nie irgendwelche Probleme, da ich sie wirklich gut durchtrocknen lasse.

Noch ein paar Worte zum Waschen: ich gebe die Stoffbinden gesammelt im Wäschenetz am Ende der Menstruation zur normalen Wäsche. Man kann sie auch separat waschen, wirklich notwendig ist es aber nicht. Dazu verwende ich normales Waschpulver aber KEINEN Weichspüler. Weichspüler vermindert die Saugfähigkeit der Stoffbinden und ist somit hochgradig kontraproduktiv. Bitte unbedingt vermeiden!

Wenn ihr bei der restlichen Wäsche nicht auf Weichspüler verzichten wollt, dann wascht die Stoffbinden separat, ich persönlich wasche sie zusammen mit der Bettwäsche. Nach dem Waschen hänge ich sie erneut am Wäscheständer auf und lasse sie ausgiebig trocknen. Da Stoffbinden aus mehreren Lagen bestehen, können sie sich aussen trocken anfühlen, auch wenn sie im Kern noch feucht sind, lasst sie also lieber ein paar Tage länger hängen. Sobald sie wirklich trocken sind, kommen sie in eine eigens für Stoffbinden reservierte Schublade in meinem Kleiderschrank und warten da auf ihren nächsten Einsatz.

Das Artikelverzeichnis

1. Wiederverwendbare Stoffbinden – Einführungspost

2. Reinigen und Waschen von Stoffbinden

3. Stoffbinden im (Büro-)Alltag

4. Stoffbinden im Urlaub

5. Bezugsquellen (Deutsch und Englisch)

6. Reviews


[Serie] Wiederverwendbare Stoffbinden – Einführungspost

Heute geht es um ein klassisches Frauenthema: die Menstruation und die Produkte, die wir während derselben verwenden. Das Thema wiederverwendbare Mensturationsprodukte wurde schon des öfteren auf verschiedenen Blogs besprochen und es ging hierbei meistens um die Menstruationstassen. Diese betrachte ich eher als Ersatz für Tampons, doch was ist mit den Frauen und Mädchen, welche nicht oder nur ungern Tampons verwenden? Hier gibts ebenfalls eine Alternative nämlich die wiederverwendbaren Stoffbinden. Ich selbst habe den Wechsel von Wegwerfbinden auf wiederverwendbare Stoffbinden Anfang 2013 gemacht und kann mir ein zurück seitdem nicht mehr vorstellen.

Mit dem heutigen Post möchte ich euch eine erste Übersicht liefern, was es überhaupt an wiederverwendbaren Stoffbinden gibt. Gleichzeitig soll dieser Post der Auftakt zu einer ganzen Serie sein, denn mit der Thematik kommen auch viele Fragen auf: Wie werden Stoffbinden gereinigt? Wie mache ich das im Büro? Wie funktioniert es im Urlaub? Wo bestelle ich? Welche Marken gibt es? Und so weiter und so fort. Ihr dürft also gespannt sein!

Im heutigen Einführungspost zeige ich euch, welche Modelle es gibt und wie sie sich unterscheiden. Im Grundsatz gibt es zwei Typen von wiederverwendbaren Stoffbinden: Sogenannte „All in one“ Stoffbinden und solche, die aus einem Träger und auswechselbaren Einlagen bestehen. Diese beiden Modelle stelle ich euch im Folgenden vor.

Beginnen wir mit den „All in one“ Stoffbinden. Diese funktionieren wie die normalen Wegwerfbinden à la Always und Co., die sicher jede von uns kennt. Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass sie nach dem Gebrauch nicht entsorgt, sondern ausgewaschen und wiederverwendet werden. Diese „All in one“ Stoffbinden gibt es in allen möglichen Formen, Farben, Mustern und Grössen:

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Auf beiden Bildern seht ihr rechts jeweils eine „normale“ Stoffbinde, welche ungefähr einer handelsüblichen Always Ultra Binde entspricht, sowie eine kleinere, die als Binde für leichte Tage (oben links) oder als Slipeinlage (unten links) dient. Die Hersteller sind mannigfaltig, die Muster ebenfalls und die bunten Stoffe machen total gute Laune.

Die wiederverwendbaren Stoffbinden halten nicht durch Klebstoffe oder ähnliches im Slip, sondern sie werden mittels Druckknopf befestigt. Dadurch und durch den verwendeten Stoff auf der Unterseite wird ein Herumrutschen verhindert. Zudem wird empfohlen, eher enganliegende Unterwäsche zu tragen. Generell hatte ich hier noch mit keiner von mir verwendeten Marke Probleme, dass die Binden nicht gut sassen oder gar herumrutschten.

Der zweite Typ sind die Modelle bestehend aus Träger und wechselbarer Einlage. Das schaut dann so aus:

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Links seht ihr den Träger und rechts die Einlagen. Letztere werden durch die beiden gezackten, dunkelblauen Bänder geschoben und werden von diesen fixiert. Ungefähr nach der Zeit, nach der ihr eine Wegwerfbinde wechseln würdet, wechselt ihr die Einage aus. So kann ganz einfach berechnet werden, wieviele Träger (einen pro Tag der Menstruation) und wieviele Einlagen (soviele, wie ihr Wegwerfbinden benötigt) für eine Menstruation benötigt werden. Zudem hängt die Anzahl davon ab, ob ihr während der Menstruation waschen wollt (oder könnt) oder ob ihr alle Binden und Einlagen am Ende der Menstruation zusammen wascht. Bei den „All in one“ Binden berechnet sich der Verbrauch analog zu den Einlagen, da hier jeweils die ganze Binde gewechselt wird.

Bei diesem System sind die bunten Muster im Gegensatz zu den „All in one“ Binden auf der Rückseite des Trägers angebracht, was ich persönlich ein bisschen schade finde.

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Meine Erfahrungen mit den wiederverwendbaren Stoffbinden sind durchwegs positiv. Hatte ich früher während der Menstruation oftmals Krämpfe und Rückenschmerzen, waren diese ab der ersten Verwendung deutlich gemildert. Mittlerweile sind sie ganz verschwunden und ich merke oftmals nicht, dass ich überhaupt meine Tage habe. Ausserdem komme ich so nicht mehr in die Situation, Notkäufe tätigen zu müssen – es ist ja immer alles vorhanden.

Dazu kommt, dass ich nie irgendwelche „Lecks“ hatte oder eine Binde nicht gehalten hätte. Des weiteren sind sie viel angenehmer zu tragen, denn dieses fiese „Plastikgefühl“ stellt sich zu keinem Zeitpunkt – nicht einmal im Hochsommer – ein. Ich hatte zudem gegen Ende der Menstruation immer Probleme damit, dass mich die Wegwerfbinden seitlich wundgescheuert haben. Mit den wiederverwendbaren Binden habe ich dieses Problem glücklicherweise nicht mehr. Ihr seht, ich bin voll und ganz zufrieden und bereute den Umstieg nicht ein einziges Mal.

Ein weiterer Vorteil ist die verringerte Umweltbelastung. Wenn jede für sich hochrechnet, was sie in ihrem Leben alles an Binden und/oder Tampons verbraucht und welche Müllberge das erzeugt, dann ist das echt viel! Eine Stoffbinde kann bei entsprechender Pflege gut und gerne fünf Jahre verwendet werden.

Wie denkt ihr über wiederverwendbare Menstruationsprodukte? Welche Fragen hättet ihr nach diesem Grundlagenpost gerne beantwortet? Untenstehend seht ihr das von mir geplante Artikelverzeichnis, welches jedoch im Laufe der Serie und durch eure Fragen laufend angepasst, erweitert und ergänzt werden kann. Zudem beantworte ich eventuelle Fragen gerne in den jeweiligen Artikeln – also immer her damit!

Das Artikelverzeichnis

1. Wiederverwendbare Stoffbinden – Einführungspost

2. Reinigen und Waschen von Stoffbinden

3. Stoffbinden im (Büro-)Alltag

4. Stoffbinden im Urlaub

5. Bezugsquellen (Deutsch und Englisch)

6. Reviews