[Review] Meine Tattoopflege

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Ende August war es endlich soweit und ich habe mein zweites Tattoo bekommen. Während zwei Tagen und total 16 Stunden Tätowierzeit enstand mein neuer Wadenschmuck – und solcher will gehegt und gepflegt werden. Was ich da genau mache, ist Thema dieses Blogposts.

An dieser Stelle zuerst noch eine Empfehlung: bedenkt gut ob – ja richtig gelesen: ob – ihr wirklich ein Tattoo haben wollt, welches Motiv und wohin es kommen soll. Zudem solltet ihr mindestens genauso gut bedenken, wer es denn stechen soll. Schult euren Blick, schaut euch hunderte, besser noch tausende von Tattoobildern an. Nur so entwickelt ihr ein Gefühl, welche wirklich gut sind und welcher Stil euch gefällt. Anhand dieser Parameter geht es dann ans Auswählen des Künstlers – lasst euch von allfälligen Distanzen nicht abhalten! Besser einen weiten Weg auf sich nehmen und dafür das für euch perfekte Tattoo bekommen.

Wenn es dann soweit ist, wird euch der Tätowierer Pflegehinweise geben – befolgt diese. Bei einer sorgfältigen Auswahl des Tätowierers, könnt ihr seinen Anweisungen bedenkenlos Folge leisten, da er die entsprechende Erfahrung hat und weiss, wie seine Kunden auf seine Tätowiertechnik reagieren. Fragt allenfalls im Voraus, was ihr euch besorgen sollt, denn wenn ein Termin länger dauert, ist es gut möglich, dass die Apotheke bereits geschlossen hat, wenn ihr rauskommt – Vorbereitung ist alles.

Meine Tattoo-Pflegeroutine

Und jetzt ab in medias res! Im Grunde genommen braucht man nur zwei Produkte für die Tattoopflege: eines zum waschen und eines zum cremen. Zum waschen verwende ich die leider nicht mehr vegane flüssige Balea Arztseife. Zum cremen greife ich auf die vegane After Inked zurück. Diese habe ich beim ersten Tattoo vom Tätowierer zur Pflege bekommen und sie hat super funktioniert.

Die flüssige Balea Arztseife verwende ich einerseits zum Waschen des Tattoo selbst aber auch als Duschgel. Denn bei frischen Tätowierungen sollten keinerlei Duftstoffe verwendet werden – das Balea Produkt ist parfümfrei. Bis das Tattoo oberflächlich verheilt ist, verwende ich ausschliesslich dieses Produkt. Die ersten Tage lasse ich das Tattoo lufttrocknen. Wer ein Handtuch verwenden will, der sollte zum einen nur trocken tupfen und keinesfalls reiben, zum anderen jedes Mal ein frisches nehmen.

Anschliessend wird gecremt. Vorgängig wasche ich mir IMMER mit der Balea Arzt Seife die Hände und trockne sie mit einem speziellen Handtuch ab, welches ich anfänglich ebenfalls täglich wechsle. Denn ein Tattoo ist eine Wunde und sollte unbedingt als solche behandelt werden. Mit sauberen Händen geht es dann ans cremen. Unbedingt nur eine ganz dünne Schicht auftragen, dabei aber nicht zu fest reiben und möglichst wenig Druck ausüben. Lieber einmal mehr cremen als in einer Anwendung zuviel.

Balea flüssige Arztseife

Die Flüssigseife kommt in einem praktischen Pumpspender daher und lässt sich so hygienisch verwenden. Was mir bei diesem Produkt wichtig war: rückfettend, parfümfrei und möglichst einfach erhältlich. Ursprünglich war die Seife als vegan deklariert, doch es scheint sich bei der neuen Rezeptur etwas verändert zu haben. Meine Nachfrage, an welchem Stoff es denn nun liegt, wurde leider nicht beantwortet.

Ich mag die gute Schaumbildung der Balea Arztseife total gerne, denn so muss ich nicht unnötig auf dem Tattoo rumrubbeln und habe das Waschen schnell erledigt. Zu langes Duschen sollte man vermeiden, Baden ist in den ersten paar Wochen sowieso tabu.

Dazu ist die rückfettende Wirkung keine blosse Werbung, sondern effektiv spürbar. Meine Hände waren äusserst dankbar für diese Portion Extrapflege!

After Inked Tattoo Moisturizer and Aftercare Lotion

Dieses Produkt habe ich wie erwähnt bereits vor fünf Jahren bei meinem ersten Tattoo benutzt und war absolut zufrieden damit. Als nun das zweite anstand, wollte ich die Creme wieder verwenden, checkte aber erstmal die Inhaltsstoffe. Denn damit hatte ich mich 2010 definitiv noch nicht befasst. Tja, was soll ich sagen, ich war begeistert! Zudem ist die Creme:

  • parabenfrei
  • parfümfrei
  • glutenfrei
  • frei von Erdölderivaten
  • vegan
  • tierversuchsfrei

Für mich somit DAS perfekte Produkt – wäre da nicht die Verfügbarkeit. Zur Zeit scheint es schwierig bis unmöglich zu sein, an dieses Produkt ranzukommen. Was bin ich dankbar, dass ich eine der letzten Tuben ergattern konnte! Ich hoffe sehr, dass dieses fantastische Produkt bald wieder verfügbar sein wird.

Sobald ein Tattoo abgeheilt ist, behandle ich es wie die übrige Haut auch und verwende bei Bedarf Körperöl oder Körperbutter zur Pflege. Einzig beim Sonnenschutz bin ich noch viel konsequenter als sonst. Ohne die neutrale Sonnenlotion mit LSF 50 von Eco Cosmetics geht gar nicht.

Fazit: Ich habe die für mich optimale Tattoopflege gefunden. Leider mit zwei Wermutstropfen: die Balea flüssige Arztseife ist leider nicht mehr vegan und die After Inked zu besorgen grenzt momentan an ein Ding der Unmöglichkeit. Bei ersterem werde ich bei Gelegenheit mal das Äquivalent von Rossman genauer unter die Lupe nehmen, bei letzterem hoffe ich, dass es wieder verfügbar ist, wenn dann das nächste Tattoo ansteht.

Habt ihr Tattoos? Wie pflegt ihr sie? Welche Produkte verwendet ihr in der Abheilphase?


[Box] Fairybox September 2015

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Diese Woche erreichte mich die September Ausgabe der Fairybox – vielen Dank an dieser Stelle! Gerne zeige ich euch, was zum Herbstbeginn alles enthalten war:

Mellis from Finland – Silva Arctica Gesichtsmaske Mintschokolade und Honig

Diese Marke hatte ich bisher noch nicht auf dem Schirm und freue mich, über die Fairybox etwas Neues kennenzulernen! Die 75ml enthaltende Originalgrösse besticht durch ein hübsches „grünes“ Design und das erste Probeschnuppern war schon sehr vielversprechend. Die Flavonide der Schokolade sollen die Haut verwöhnen, währenddessen der Honig – und somit ist das Produkt nicht vegan – die Haut weicher und elastischer machen soll. Obendrauf kommt dann noch das erfrischende Minzöl – keine schlechte Kombination! Die Maske soll auf die gereinigte Haut aufgetragen werden, womit wir zum zweiten Produkt der Box kämen.

Originalgrösse, nicht vegan, EUR 11.90.

Go & Home Reinigungsmilch

Die Go & Home Reinigungsmilch „Creamy Lemongrass“ eignet sich prima, um die Haut vor der Maske zu reinigen. Bei den Inhaltsstoffen rangiert das Öl vor dem Kokostensid, was mich sehr freut. Da ich jedoch seit fast einem Monat bei der Gesichtspflege den absoluten Minimalismus betreibe, werde ich dieses Produkt wohl als Duschgel nutzen – sollte genauso funktionieren. Doch auch als Duschgel muss es erstmal in den Schrank, denn zur Zeit nutze ich aufgrund meines neuen Tattoos ausschliesslich die Balea Arztseife zum Duschen.

Originalgrösse, vegan, EUR 6.99.

Go & Home Summer Splash Styling Gel

Bleiben wir doch gleich bei der Marke „Go & Home“ und kommen wir zum Haargel. An und für sich eine super Sache, gerade im veganen NK Bereich gibts noch viel zu wenig solche Produkte. Bei wadenlangen Haaren ist Haargel jedoch nicht wirklich gefragt und daher wird sich hoffentlich mein Freund darüber freuen. Diese kleinen Reisegrössen sind superpraktisch für unterwegs.

Reisegrösse, vegan, EUR 1.99.

Unique Haircare – Intensive Haarkur

Bleiben wir beim Thema Haare und gehen zur Pflege über. Dann kommen wir zu Unique, einer dänischen Marke, die sich ganz dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben hat. Leider enthalten die Produkte Molke und sind dadurch nicht vegan. Zudem steht mein Haar mit Aloe Vera auf Kriegsfuss und die Kur wäre wohl eher kontraproduktiv. Schade.

Kleingrösse, nicht vegan, EUR 7.00.

PuroBIO Lip Pencil Kingsize

In meiner Box war die Nuance Nr. 21 – Rossetto, die eine wunderbar herbstlich-kühle Farbe ist. Leider, leider, leider ist Karmin enthalten, weswegen ich das Produkt nicht verwenden werde. Es könnte auch solo, sprich ohne zusätzlichen Lippenstift, verwendet werden.

Originalgrösse, nicht vegan, EUR 7.99.

Fazit: Auch wenn leider nicht alle Produkte vegan sind, ist die September Ausgabe der Fairybox eine schöne und ausgewogene Herbstbox. Zwei Produkte fürs Gesicht, die sich wunderbar ergänzen, dazu zwei Haarprodukte sowie eines aus dem dekorativen Bereich – gefällt mir!

Gesamtwert: EUR 35.87.

Wie hat euch die Fairybox September gefallen? Welche Produkte sprechen euch am meisten an?

Die Box wurde mir von FairyBox kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank.


[Haare] Warum lange Haare?

Die Flechtwerk-Posts meiner langhaarigen Blogger-Kolleginnen kennt ihr bestimmt – falls nicht, unbedingt vorbeischauen! Das aktuelle Thema ist ein offenes und ich beteilige mich sehr gerne daran. Als ich die Frage zum ersten Mal gelesen habe, dachte ich, was bitte soll ich denn darüber schreiben? Da gibts ja nicht viel dazu zu sagen. Tja, so kann man sich täuschen…

Als ich mich intensiver mit dem Thema auseinandergesetzt habe, kam doch erstaunlich viel zusammen. Ihr dürft euch also über einiges an – stellenweise sehr persönlichem – Text freuen. Da nur Text doch etwas gar trocken ist, werde ich den Post mit verschiedenen Bildern untermalen.

Bis auf zwei Mal hatte ich immer lange Haare. Den einen grossen Schnitt gabs im Kindergartenalter, den anderen mit ca. 23. Beide habe ich umgehend bereut und wollte nur noch eines: wieder lange Haare! Dass das seine Zeit dauert, dürfte jedem klar sein. Und schon sind wir mittendrin im Thema.

Einer der Gründe oder besser etwas, das mich ungemein fasziniert, ist, dass man nicht „einfach so“ lange Haare haben kann. Man muss Zeit und Geduld investieren, über einen langen Zeitraum dran bleiben und Ausdauer berweisen. Das damit verbundene Commitment fasziniert mich total. Ich kann nicht heute sagen, nö, ich hab doch keinen Bock und morgen sind sie wieder lang. Das geht nicht. Es geht in eine ähnliche Richtung wie Tattoos – eine weitere Leidenschaft – man muss sich entscheiden, verpflichten – commiten eben.

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Damit verbunden ist eine gewisse Zeitlosigkeit, welche für mich fast schon ein Lebensgefühl ist. Um sehr lange Haare zu haben, muss man seinen eigenen Weg gehen, ihn konsequent – sprich zum Beispiel soweit wie möglich schnittfrei – verfolgen. Man darf sich nicht den Modeströmungen unterwerfen, die mal diesen, mal jenen Look als hip erklären.

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Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass für mich persönlich lange Haare einfach ein Zeichen purer Weiblichkeit sind. Ich fühle mich mit überlangen Haaren schön, weiblich, wild und frei.

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Dazu kommt noch eine spirituelle Komponente: mit zunehmender Haarlänge fühle ich mich der Natur und den Elementen noch mehr verbunden. Die Zeitdimension, die ich nicht als linear sondern als Spirale empfinde, wird mir mit jedem Zentimeter intensiver bewusst.

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Des weiteren fasziniert mich die Wandelbarkeit von langen Haaren. Der Kontrast zwischen offen tragen und geduttet ist unglaublich. Ich war mir dessen lange Zeit nicht bewusst, bis im Sommer 2014 auf unserer Irlandreise die folgenden Fotos entstanden sind:

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Dazu kommt die Freiheit zu entscheiden, trage ich lieber offen oder geduttet? Möchte ich meine Länge zeigen oder bin ich lieber inkognito aka mit Dutt unterwegs? Ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, dass – von anderen Langhaars abgesehen – niemand die Haarlänge anhand meines Dutts wirklich einschätzen kann. Von anderen verwendete Duttkissen und Co. sei Dank werden meine Haare normalerweise bis maximal Ellbogenlänge geschätzt.

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Aufgrund meiner Länge trage ich meistens geduttet, denn im (Arbeits-)Alltag ist es einfach praktischer. Ich bin unglaublich dankbar, dass ich im Herbst 2012 zufällig auf das LHN gestossen bin, als ich nach Frisuren für lange Haare gegoogelt habe. Es war mein letzter Versuch und wäre der nicht erfolgreich gewesen, hätte ich meine Haare schweren Herzens ordentlich gekürzt. Ich war es dermassen leid, sie immer nur im Pferdeschwanz zu tragen. Damals hatten sie ca. klassischer Länge und waren kaum mehr zu bändigen im Alltag resp. auf Arbeit. Alle Klammern, Spangen etc., die es im Handel gab, waren viel zu klein.

Was soll ich sagen, mir tat sich eine komplett neue Welt auf. Ich entdeckte die grosse, weite Welt des Haarschmucks, lernte verschiedene Dutts und fand endlich Gleichgesinnte, mit denen ich mich austauschen konnte. Unsere Treffen und Stammtische sind immer ganz besondere Highlights, die durch zufällige Begegnungen unterwegs ergänzt werden. Ich mag es, wenn mich jemand spontan anspricht und sich herausstellt, dass wir beide im LHN angemeldet sind.

Nochmals zurück zu den Frisuren. Zwischen Dutt und offen tragen gibts natürlich Pferdeschwanz und Zopf. Ersteren trage ich beim Pilates (ist wesentlich bequemer als Zopf), letzteren zum Schlafen oder ab und zu an Konzerten. Eine meiner liebsten Zopfvariationen – auch wenns nichts geflochtenes ist, was man normalerweise mit einem Zopf verbindet – ist der sogenannte Keulenzopf.

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Die Musik ist ein weiterer Aspekt, denn als Langhaar fühle ich mich unter Metallern natürlich ausgesprochen wohl. Hier falle ich nicht so extrem auf und habe selbst viel zu schauen. Auf Festivals und Konzerten herrscht einfach eine ganz andere Stimmung  und ich geniesse die Zeit in vollen Zügen. Dazu nutze ich dort gerne die Gelegenheit zum offen tragen, was ich im Alltag praktisch nicht mehr mache.

Last but not least habe ich mit langen Haaren einfach viel weniger Aufwand als mit kurzen. Bis da morgens jedes Haar dort sass, wo es hingehörte *seufz* da musste ich mit Gel und Co. dahinter und war meistens nur mässig erfolgreich. Mit langen Haaren ist das anders: kämmen, Dutt – fertig. Auch das Waschen dauert nicht wesentlich länger. Einzig, dass ich jetzt die mit Condi getränkten Haare auskämme, erfordert ein paar Minuten mehr Zeit. Shampoo und Spülung habe ich vorher schon verwendet. Dazu kommt, dass ich früher täglich gewaschen habe. Heute ist es noch einmal die Woche.

Habt ihr lange Haare? Wie steht ihr dazu? Was sind eure Gründe für lange Haare?


[Box] Fairy-Box Mai 2015

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Heute darf ich euch die Fairy-Box vorstellen. Sie steht für natürliche Schönheit und ist komplett tierversuchsfrei, was mir schon mal sehr gut gefällt. Mit der aktuellen Ausgabe habe ich fünf Produkte erhalten, bei denen es sich ausnahmslos um Originalgrössen handelt.

Go&Home Zahnpasta

Das niedliche Design hat mich bereits auf der Vivaness angesprochen. Dass die österreichische Marke jetzt auch in der Fairy-Box auftaucht, freut mich umso mehr.

Die vegane Zahnpasta enthält Putzkörper auf Kieselsäurebasis und das Bio-Minzöl sorgt für frischen Atem. Sie ist vegan und ohne Fluor und Mikroplastik. Eine Tube kostet 3.99 Euro und enthält 75ml.

Hydrophil Zahnbürste

Dieses Produkt ist mein Highlight in der Box. Schon seit längerem verfolge ich das Unternehmen auf verschiedenen Social Media Kanälen. Die Zahnbüste ist wasserneutral, vegan und fair – genial oder? Den meisten ist nicht bewusst, dass Zahnbürsten oftmals nicht vegan sind. Ich wäre auch nie auf die Idee gekommen, dass dem so sein könnte. Tja, so kann man sich täuschen.

Hydrophil Zahnbürsten bestehen aus Bambus und die Borsten aus Nylon 4, einem Bio-Kunststoff. Das Produkt ist also komplett biologisch abbaubar und kann kompostiert werden. Es wird anfänglich sicher eine Umstellung werden, wenn die Zahnbürste anstatt wie bis anhin aus Plastik, nun plötzlich aus Holz besteht. Doch ich bin gespannt auf die neue Erfahrung und werde darüber berichten. Die Zahnbüste kostet 3.90 Euro, im Viererset ist sie günstiger.

Bodywash Bentley Organic

Die britische Marke war mir bisher völlig unbekannt. Der frische zitrische Duft passt wunderbar in den Frühling/Sommer und ich bin dankbar, dass die Grapefruitnoten überwiegen. Bei zitrischen Düften kommt leider sehr schnell das „Klostein-Feeling“ auf, nicht jedoch hier. Auch dieses Produt ist vegan, enthält 250ml und kostet 8.35 Euro.

Puro Bio LipEye Pencil

Und gleich noch eine neue Marke. Der Pencil ist biozertifiziert und vegan. Er soll für Lippen und Augen gleichermassen geeignet sein. Die Farbe kann ich mir jedoch so gar nicht als Eyeliner vorstellen und werde das Produkt somit ausschliesslich für die Lippen nutzen. Dort könnte es durchaus einen „My lips but better“ Effekt haben. Die Originalgrösse kostet 5.99 Euro.

JOIK Lippenpflege Hilla Naturkosmetik

Das fünfte und letzte Produkt im Bunde ist eine leicht getönte Lippenpflege von JOIK. Aufgrund des enthaltenen Bienenwachses ist es als einziges in der Box nicht vegan. Da jedoch kein Karmin enthält, werde ich es dennoch verwenden. Das Produkt kostet 7.90 Euro

Fazit: Eine tolle und ausgewogene Box. Mir gefällt vor allem, dass hier zwei Kombinationen angeboten wurden. Zum einen Zahnbürste und Zahnpasta, zum anderen Lip Pencil und Lippenpflege. Gerade bei letzterer bin ich gespannt, wie sie sich bewähren wird.

Die Zahnbürste wollte ich schon seit längerem mal ausprobieren, habe jedoch aufgrund der hohen Versandkosten in die Schweiz bisher von einer Bestellung abgesehen. Sollte sie sich bewähren, würde ich sie im Multipack nachkaufen, denn so sinken die Versandkosten pro Zahnbürste.

Einziger Kritikpunkt ist, dass leider nicht alle Produkte vegan sind. Wenn eine Box das Triple von vegan, tierversuchsfrei und Naturkosmetik bieten würde, wäre sie einfach perfekt. Leider scheint das wohl nicht ganz so einfach zu sein. Ich vermute, dass der Produkterange dann einfach zu eingeschränkt wäre, um abwechslungsreiche Boxen bieten zu können.

Wie gefällt euch die Fairy-Box im Allgemeinen? Was haltet ihr von der Mai-Ausgabe? Habt ihr Boxen abonniert?

Die Box wurde mir von Fairy-Box kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank.


[Box] Love Beauty Box März 2015

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Als mich Carina vor ein paar Wochen fragte, ob ich die Love Beauty Box hier vorstellen möchte, habe ich gerne zugesagt. Lassen wir sie vorab zu Wort kommen und das Konzept dieser neuen Box am Beautyhimmel erklären:

Die Love Beauty Box ist die erste vegane und tierversuchsfreie Kosmetikbox in Deutschland. Wir bringen jeden Monat eine Überraschungsbox mit tollen Kosmetikprodukten zu euch nach Hause. Frei nach dem Motto „Wahre Schönheit verursacht kein Tierleid“.

Von Monat zu Monat wächst das Angebot an tierleidfreier, dekorativer und pflegender Kosmetik. Wir verschaffen euch einen Überblick über die Neuheiten. In der Love Beauty gibt es neben innovativen Produkten von bekannten Herstellern, insbesondere auch handgemachte Produkte von kleinen Manufakturen.

Die Love Beauty Box ist genau die richtige Abobox für Veganer, Tierfreunde, Umweltbewusste und alle Beauty-Liebhaber.

Quelle

Die vorliegende März Box ist die dritte Ausgabe dieser neuen Box und ich werde euch die Produkte im Folgenden genauer vorstellen:

Angel Minerals – Mineral Rouge

Das vegane Mineral Rouge von Angel Minerals lässt sich besonders gut mit einem „Kabuki“ Pinsel auftragen. Dank mineralischer Inhaltsstoffe verleiht das Rouge eine strahlende Frische in deinem Gesicht. 

Meiner Box lag die Nuance „Winter Glossy“ bei, welches ich als eine kräftige, kühle Farbe bezeichnen würde. Ich bin gespannt, wie es sich im Praxistest bewähren wird und ob die Farbe zu mir passt.

Sondergrösse – 4.50 Euro

Vegane Pflege – Konjac Schwamm

Der pflanzliche Konjac Schwamm wird aus der Konjacwurzel hergestellt. Er eignet sich perfekt, um das Gesicht pflegend zu reinigen. Einfach etwas anfeuchten und eventuell mit etwas Reinigungsmilch (vor allem bei Make Up) das Gesicht reinigen. Anschliessend kurz ausdrücken – aber nicht wringen. Zum Trocknen aufhängen. Der Schwamm ist 100% biologisch abbaubar.

Konjac Schwämme benutze ich schon seit längerem, allerdings nicht auf täglicher Basis. Für mich hat sich am besten bewährt, den Schwamm alle 1-2 Wochen als Peelingersatz zu verwenden. Der Schwamm von Vegane Pflege ist grösser als die, die ich bisher verwendet habe und ich freue mich darauf, ihn auszuprobieren und zu schauen, ob es Unterschiede in Textur und Wirkung gibt.

Originalgrösse – 9.50 Euro

Sauberkunst – Shampoo „Mango Lassi“

Das handgefertigte feste Shampoo „Mango Lassi“ von Sauberkunst duftet herrlich nach Mango. Das besonders wertvolle Brokkolisamenöl und Reiskeimöl machen deine Haare herrlich geschmeidig. Das Shampoo ersetzt 2-3 Flaschen des herkömmlichen Shampoos und ist besonders ergiebig, wenn es gut nach dem Waschen trocknen kann z.B. auf einer Seifenschale.

Festes Shampoo gehört zu den wirklich spannenden Produkten, welche sich gerade für auf Reisen regelrecht aufdrängen. Mit dem vorliegenden Produkt kann ich jedoch leider nichts anfangen. Das liegt nicht am Produkt oder seiner Wirkung, sondern am Duft. Dieser ist einfach viel zu stark. Die gesamte Box duftet danach und der Duft bereitet mir leider Kopfschmerzen. Der Duft ist dermassen intensiv, dass ich das feste Shampoo nicht offen in einem Raum liegen lassen kann. In die Box verpackt geht es gerade so. Schade. Für nicht-duftempfindliche Personen könnte das Produkt jedoch ein Volltreffer sein.

Originalgrösse – 4.90 Euro

Yaoh – Duschgel

Das Duschgel von der englischen Marke Yaoh basiert auf Bio Hanfsamenöl. Voller wertvoller Inhaltsstoffe wie Lavendel, Rosmarin und Pfefferminz Öl ist es eine echte Wohltat für die Haut.

Von dieser Marke habe ich bisher noch nie etwas gehört und bis auf das eine Tensid gehen die Inhaltsstoffe auch als Naturkosmetik durch. Der Duft ist sehr interessant, die Pfefferminznote kommt eindeutig am klarsten durch, aber auch Rosmarin und Lavendel sind gut wahrnehmbar. Dieses Produkt ist – auch weil ich die Marke bisher nicht kannte – mein Highlight dieser Box.

Originalgrösse – 9.00 Euro

Gesamtwert – 27.90 Euro

Fazit: Eine ausgewogene Box, welche dekorative und pflegende Kosmetik bietet. Dazu finden sich hier nicht die „üblichen Verdächtigen“, welche schon xfach in anderen Boxen aufgetaucht sind. Dass Carina auch mit kleinen Shops und Manufakturen zusammenarbeitet, gefällt mir total gut und ist meiner Meinung nach auch eine der Stärken dieser Box. Dass sie zudem auch vegan und tierversuchsfrei ist, macht sie umso attraktiver. Ich persönlich würde mir noch ausschliesslich NK-Produkte wünschen, doch das wäre dann wohl doch zuviel des Guten – auch wenn diese Box dem Wunsch schon extrem nahe kommt. Ich bin gespannt, wie sich die Box weiterentwickelt und hoffe, dass sie sich fest etablieren wird.

Kennt ihr die Love Beauty Box? Was haltet ihr von diesem Konzept? Habt ihr Boxen-Abos?

 

Die Box wurde mir von Carina kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank.


[Review] Sanctum Certified Organic Soap Lemongrass & Witch Hazel

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In meinem Testpaket, welches mir von Sanctum Switzerland zugeschickt wurde, befanden sich auch Seifen. Feste Seifen mag ich total gerne, sei es zum Händewaschen oder zum Duschen. Da ich die Seife schon seit ein paar Wochen teste, ist sie auf dem Bild auch bereits angewaschen.

Bei Seifen stellt sich sehr schnell die Frage, ob sie Palmöl enthalten und wenn ja, woher dieses stammt. Die Seifen von Sanctum enthalten Palmöl, welches auf der Kartonumverpackung wie folgt deklariert wird:

We only use certified organic palm oil […]. Our palm oil comes from environmentally friendly plantations where no deforestation has occurred and socially responsible and sustainable practices are in place.

Ich achte darauf, ob in Produkten Palmöl enthalten ist oder nicht. Dennoch vermeide ich es nicht konsequent, sondern achte vielmehr auf die Herstellerangaben zur Herkunft des Palmöls. Wenn es wie bei Sanctum von umweltfreundlichen Plantagen, auf denen kein Rodungen stattgefunden haben, stammt, dann habe ich auch keine Bedenken, es zu verwenden.

Die Lemongrass & Witch Hazel Seife hat eine interessante Textur. Die dunklen Einschlüsse, die ihr auf dem Bild sehen könnt, sind getrocknete Zitronenmyrte (Backhousia citriodora) und geben der Seife einen leichten Peelingeffekt. Die Seifen sind grosse Blöcke und wiegen 100 Gramm pro Stück. Die Form ist traditionell und schlicht, d.h. ein rechteckiges Stück mit abgerundeten Seiten, welches keine Prägung oder Muster aufweist.

Ich habe die Seife bisher als Handseife verwendet und werde sie in die Dusche umplatzieren, sobald mein Duschgel leer ist. Denn diese Seife ist grundsätzlich zur Reinigung des ganzen Körpers geeignet. Somit handelt es sich hier um ein Multifunktionsprodukt, welches nicht nur zu Hause, sondern ganz besonders auch im Urlaub superpraktisch ist. Je weniger ich einpacken muss, desto besser!

Die Sanctum Lemongrass & Witch Hazel Seife ist sanft zur Haut und trocknet diese nicht aus. Dazu reinigt sie die Haut gründlich und die enthaltenen Öle empfinde ich als gut pflegend. Bei Lemongrass als Duftrichtung bin ich immer etwas skeptisch, da hier sehr schnell das „Klostein“-Feeling aufkommen kann – nicht jedoch bei diesem Produkt!

Der Duft ist zum einen dezent – grosser Pluspunkt – zum anderen sehr erfrischend. Es kommt nicht nur das Lemongrass zur Geltung, auch die Zaubernuss ist gut wahrnehmbar. Diese Kombination kannte ich in der Form noch nicht, bin jedoch sehr angetan. Ich mag diesen spritzig-frischen Duft sehr und er passt meiner Meinung nach perfekt zum Sommer. Dazu ist die Seife vegan und tierversuchsfrei.

Fazit: Wenn ihr auf der Suche nach einem erfrischenden Allrounder seid, dabei dezente Düfte bevorzugt, dann kann ich euch diese Seife wärmstens empfehlen. Solltet ihr mit Lemongrass & Witch Hazel nichts anfangen können, stehen euch noch drei weitere, teilweise auch intensivere, Duftrichtungen zur Verfügung: Lavender & Chamomille, Cedarwood & Olive Leaf sowie Rose & Calendula. Habe ich euch neugierig gemacht? Dann schaut im Sanctum Shop vorbei. Mit dem Rabattcode „AW10“ erhaltet ihr 10% Rabatt auf eure Erstbestellung.

 

Das Produkt wurde mir kosten- und bedingungslos von SanctumSwitzerland zur Verfügung gestellt – vielen Dank.


[Review] Sanctum Hand & Nail Repair Handcreme

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Bevor ich mich mit dem eigentlichen Produkt beschäftige, möchte ich euch kurz die Firma Sanctum vorstellen. Es handelt sich hierbei um eine 1992 gegründete australische Firma, welche bis heute im Familienbesitz geblieben ist und nach wie vor von dieser geleitet wird. Sämtliche Produkte sind biologisch zertifiziert – eine Auswahl der verschiedenen Siegel und Labels liste ich euch weiter unten auf  – und enthalten gemäss Infobroschüre keinerlei:

künstlichen Konservierungsstoffe, Düfte, Farben, Dioxine, mineralische Öle, Petrochemikalien, Propylenglycol, Diäthanolamin (DEA), Phtalate, Natriumlaurylsulfat, Natriumlaurethsulfat, Aluminium oder von Tieren stammende Zutaten.

Dazu tragen die Produkte unter anderem die folgenden Siegel resp. Label: USDA, Organic Food Chain, Vegan, Not Tested On Animals.

Doch nun zur Sanctum Hand & Nail Repair Handcreme. Die Reisegrösse enthält 30ml und wird in einer recyclebaren, schlammgrünen und halbtransparenten Verpackung geliefert. An erster Stelle auf der INCI Liste steht nicht wie so oft Wasser, sondern Aloe Vera. Die Creme lässt sich gut dosieren und auf den Händen verteilen. Dazu zieht sie superschnell ein und pflegt die Hände erstklassig.

Ich war sehr überrascht, wie schnell das Produkt wegzieht und was sich danach für ein weiches, samtiges Hautgefühl einstellt. Als erstes habe ich die Creme abends vor dem Schlafengehen getestet – das ist meines Erachtens die sicherste Variante, wenn man nicht genau weiss, wie schnell eine Handcreme einzieht und ob ein Fettfilm zurückbleibt. Bei der Sanctum Hand & Nail Repair Handcreme ist sowohl die Pflege als auch das Wegziehen einfach erstklassig. Kaum aufgetragen, ist auch schon alles eingezogen und es blieb kein Fettfilm zurück. Ich würde zwar nicht gleich auf einem Touchscreen rumdrücken – das würde ich aber generell nicht, wenn ich mir eben erst die Hände eingecremt habe.

Wie ihr seht, bin ich von der Pflegewirkung und dem superschnellen Wegziehen begeistert und dennoch hängt ein Aber in der Luft. Leider ist der Duft absolut nicht meins. Er beinhaltet eine Note, die für mein Empfinden absolut nicht geht. Leider, denn das Produkt ist toll. Der Duft generell ist sehr natürlich und gar nicht künstlich – kein Wunder bei den Inhaltsstoffen. Der bei den Duftstoffen angegebene Lavendelduft, den ich grundsätzlich mag, ist zwar herauszuriechen, wird jedoch von einer anderen, sehr dominanten Duftnote überlagert. Und mit dieser kann ich leider überhaupt nichts anfangen.

Ich versuche seit längerem diese Duftnote in Worte zu fassen, bin jedoch ein ums andere Mal gescheitert. Dennoch wollte ich das Review nun endlich verfassen. Ich kann euch nur raten, probiert aus, ob euch der Duft zusagt. Wenn ja, habt ihr ein erstklassiges und hochwertiges Pflegeprodukt für Hände und Nägel gefunden.

Fazit: Ich bin von der Wirkung, dem schnellen Wegziehen und den Inhaltsstoffen begeistert, doch leider leider geht der Duft für mich überhaupt nicht. Er verursacht zwar keine Kopfschmerzen, wie das bei so manchem anderen Produkt der Fall ist, doch ich kann ihn im wahrsten Sinne des Wortes nicht riechen. Schade, schade, schade. Selten war ich dermassen enttäuscht, dass mir ein Duft nicht zusagt. Solltet ihr mit dem Duft klarkommen, steht einem Kauf nichts im Weg.

 

Das Produkt wurde mir kosten- und bedingungslos von SanctumSwitzerland zur Verfügung gestellt – vielen Dank.